Wir feiern 3. GeburtstagWie in den vergangenen Jahren hat bei Gay & Gray Ende Oktober eine Feier stattgefunden. Anlass und Termin dazu ergeben sich daraus, dass die Gruppe am 23. Oktober 2002 in der heutigen Form gegründet wurde. Damals war keineswegs abzusehen, ob es der Gruppe gelingen würde, mit ihrem hauptsächlichen Thema, der Lebensform und den Problemen älterer schwuler Männer, die von uns mit 40+ denfiniert werden, in der schwulen Gemeindee wahrgenommen zu werden. In den vergangenen drei Jahen ist dies weitgehend gelungen. Zum einen ist durch die wöchentlichen Gruppenabende im Sub eine Möglichkeit geschaffen worden, dass sich ältere schwule Männer in angenehmer Atmosphäre austauschen können. Dies wird auch regelmäßig wahrgenommen. Darüber hinaus wurden zu einer Reihe von Stellen, die sich in irgendeiner Form auch mit der Thematik der Gruppe beschäftigen, Kontakte geknüpft. Zwar ist noch nicht alles erreicht, aber es lässt sich feststellen, dass die Gruppe mit ihrem Anliegen in der Community angekommen ist.
Der Gründungstag stellt für die Gruppe eine willkommenen Gelegenheit dar, über den Stand ihrer Arbeit zu refektieren und mit ihren Freunden zu feiern. In diesem Jahr war es der 29. Oktober, an dem die "Geburtstagsfeier " ausgerichtet wurde. Ein Team hat es übernommen, ein Buffet vorzubereiten. Das Buffet bot dann eine breite Palette leckerer Sachen. Mehrere Salate wurden angeboten, neben dekorierter Platten mit Brötchen mit Bündner Fleisch über gekochtem und rohem Schinken, Räucherlachs, zu verschiedenen Wurst und Käsesorten. Zudem konnte man Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat wählen und besonders attraktiv - eine geradezu fulminante, innhaltsreiche Kartoffelsuppe, mit der das Restaurant Moro das Buffet dankenswerter Weise bereichert hat. Den musikalischen Teil des Abends bestritten Thomas Westermann und Claus Schnalle mit einigen Liedern von frech bis zärtlich. Die beiden haben sich jüngst zu einem Duo formiert. Sie begleiten ihre Lieder mit Gitarre und Akkordeon, eine Kombination, die nicht alltäglich ist. Wir bedanken uns an dieser Stelle für den Beitrag und wünschen für die Zukunft viel Erfolg. Rund 50 Personen waren zu der Feier zusammengekommen, die den Abend in gelöster Stimmung verbrachten. Nachdem der Frontmann der Gruppe einige Worte zur Begrüßung gesagt hatte, war das Buffet freigegeben und es zeigte sich, dass das Vorbereitungsteam mit dem Angebot den Geschmack der Gäste getroffen hatte. Im Verlauf des Abend würdigte dann Rolf Donath vom Vorstand des Sub die bisherige Arbeit der Gruppe. Über seinen Besuch hat sich die Gruppe besonders gefreut. Es verging dann die Zeit mit angeregten Gesprächen und mancher Kontakt wurde aufgefrischt oder neu begründet. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass der Abend allen gefallen hat. Man darf auf die "Geburtstagsfeiern" der kommenden Jahre gespannt sein! Besuch aus Prag - NachleseBesuch aus Prag, Gay&Gray gibt sich die Ehre und lädt Men's Club aus Prag nach München ein. Neun Böhmen/Tschechen und ein Berliner (40plus, Berlin - eigens zu diesem Ereignis angereist) erreichten München, die "Weltstadt mit Herz" am Donnerstag, 01. Sept. 05, pünktlich am späten Nachmittag, wohlauf, gutgelaunt und sehr, sehr neugierig, ob der bevorstehenden Tage. Die Aufregung war sicherlich groß, die 'Wirte', die private Unterkünfte zur Verfügung stellten, nahmen sich ihrer Gäste an und machten sich miteinander bekannt - die Quartiere wurden bezogen. Man(n) traf sich dann am Abende im Sub e.V. zum Stehimbiss, beide Gruppen lernten sich kennen. Sprachbarrieren wurden überwunden, Kontakte wurden geknüpft, Sympathien wurden verkündet, oder sorgsam verborgen - halt der ganz normale Wahnsinn. Danach ging es noch in ein paar Szenelokale, bevorzugt wurden die traditionell etablierten Lokale, in denen es lediglich darum ging, die Ereignisse des Tages, der Reise und des Abends bei einem 'Nigtcup' Revue passieren zu lassen. Schon um 10:30 Uhr begann am Freitag das Besuchsprogramm: Gastgeber und Gäste ließen sich bei Weißwurstfühstück im "Alten-Service-Zentrum" in der Hans-Sachs-Straße von Jens Dietrich über die Arbeit des "ASZ" berichten. Schwerpunktmäßig konzentrieren sich deren Bemühungen zur Zeit auf heterosexuell orientierte Menschen; bedingt durch die Nachbarschaft im Glockenbachviertel werden die Bedürfnisse alter schwuler Menschen mehr und mehr wahr genommen. Das "ASZ" ist durchaus bereit , sich auf die besonderen Herausforderungen in der Betreuung älterer homosexueller Männer und Frauen einzustellen. Dies war die Botschaft, nehmen wir Jens bei Zeiten doch beim Wort... Was wäre Gay&Gray ohne unseren Dieter Klein, der am Nachmittag Gästen und Gastgebern eine Zeitreise durch München bot. Detailtreu führte Dieter durch die Altstadtstraßen Münchens, vom Sendlinger-Torplatz bis zur Residenz und berichtete unseren Gästen spannend von Architektur, Bebauung und Kultur, natürlich blieb die Monarchie Bayerns dabei nicht unerwähnt. Die Verbindungen zwischen Böhmen/Tschechien/K&K und Bayern wurden offensichtlich, und Gäste und Gastgeber entdeckten gemeinsame Wurzeln. Der Tag wurde durch einen tollen Abend im Sub abgerundet. Das 'Chico' spendierte eine Gemüsesuppe der Superlative, das klate "Buffet" haben wir uns selber spendiert. Es ist gut möglich, dass die Mägen bis zu diesem Zeitpunkt in den Kniekehlen hingen, hernach wurden nur noch bräsig und zufriedene Gesichter und Bäuche beobachtet. Wer jetzt dachte, die Party ist vorbei, hatte sich furchtbar getäuscht: Die "Schwuplattler" beherrschten, wie aus dem Nichts, den Raum. Auf engstem Raum tanzten sie, klatzschten auf ihre Oberschenkel, hoben ihre "Hax'n in die Höh', gingen zugleich in die Knie, grölten bayerische Brumpft und verzauberten mit Trachten, Tanz und Musik Gäste und Gastgeber. Der Eine oder Andere mußmaßte: "Die sind gar nicht schwul", bei sooooo viel bayerischer Männlichkeit. Und ob ... so schön kann schwul eben auch sein. Zwischen- und nach den Tänzen haben die "Schwuplattler" auch über ihre Entstehung berichtet, über gestrige und jetzige Schwierigkeiten mit traditionellen (heterosexuellen) Trachtenvereinigungen - aber auch über ihre Erfolge: Mehr als 50 schwule Trachtler haben sich bereits angeschlossen und sie werden mehr und mehr. Die "Schwuplattler" expandieren und bringen mit ihrer betont bayerischen Folklore einen wesentlichen Beitrag zum schwulen Selbstverständnis bis in das letzte CSU-regierte bayerische "Kuhdorf" ein. Gay&Gray und Gäste sind sich ganz sicher: Die "Schwuplattler" tanzen sich in die Herzen der Menschen, egal ob schwull, lesbisch oder hetero. Wir bedanken uns an dieser Stelle für den Auftritt und wünschen weiterhin "toi, toi, toi". Der Abend setzte sich danach im Münchener Nachtleben mit Gästen und Gastgebern fort, oder man(n) klinkte sich zum "Matrazenhorchdiest" einfach nur aus. Der folgende Samstag ging dann für Gäste und Gastgeber etwas später an. Der Vormittag war für individuelle Unternehmungen reserviert, jeder plante für sich selbst. Die Einen spazierten durch die Isarauen, die Anderen frühstückten ausgiebig, weitere sahen sich München einfach nur als Touristen an und nutzten die Gelegenheit, ihre Erinnerungsfotos zu schießen. Am Nachmittag wendete sich das Blatt: "Dolce Vita" war vorbei und das Forum Homosexualität und Geschichte München e.V. lud zu einer Führung durch das Glockenbachviertel ein. Albert Knoll führte vom Karl-Heinrich-Ulrich-Platz bis hin zum "Aids-Memorial" auf dem Sendlinger-Tor-Platz ohne den "Rosa Stein" im Konzentrationslager Dachau auszulassen. Wir wurden daran erinnert, dass Schwulsein nicht ausschließlich im "Trallala"-Bereich stattfindet, es jedoch Vorreiter gegeben hat, die ihr Lebensgefühl in den Dienst der Gleichberechtigung (heute: Gleichstellung), des Fortschritts und eines schwulen Selbstverständnisses gestellt haben. Viele sind während vergangener Regime an ihrer sexuellen Orientierung zerbrochen, manche gestorben - oder sogar ermordet. In unserer heutigen modernen Gesellschaft kaum vorstellbar - aber dennoch passiert. Der Rundgang endete im Haupteingang des Münchner Rathauses, mit der Präsentation der Mauerinschrift als Würdigung der EUROGAMES durch unsere Stadtväter. Ein Zyklus zwischen Verfolgung, Kriminalisierung und Ehrung endete, und nachdenklich trennten sich die Teilnehmer um zu ruhen, Café zu trinken, spazieren zu gehen oder ein Stündlein zu schlafen. Locker war dann die Atmosphäre BEIM FRANZ, immerhin noch ein einzig (bekannter) überlebender Liebhaber von Rainer Werner Fassbinder. Um die 20 Menschen waren angemeldet, 26 trudelten dann ein. Bei wahlweise Pute, Fisch oder Spanferkel im Geist der guten alten DEUTSCHEN EICHE, die beim vorher erwähnten Rundgang ausreichend gewürdigt wurde, tauschte man(n) Eindrücke aus und kam sich nochmals ein Stückchen näher. Die Prager Gäste revanchierten sich, indem sie einen Schnaps ausgaben, im bayerischen bedeutet dies wohl einen Obstler in die ohnehin rauhen Kehlen zu gießen, und Kellner Roland machte aus dem schier Unmöglichen das Möglich. Fein säuberlich abgezählt hatte er ein "Stamperl" für jeden parat. Gegen Mitternacht löste sich die Gesellschaft auf. Der Sonntagmorgen war hart - es hieß, langsam Abschied zu nehmen. Die Koffer waren gepackt, Gäste und Gastgeber trafen sich zum letzten gemeinsamen Stelldichein, Brunch in CHICO war angesagt. Koffer und Reisetaschen stapelten sich hinter dem Tresen. Gemütlich war's, als ob die Uhr stehen bleiben würde, aber sie blieb nicht stehen... Ein kurzer Spaziergang durch den Englischen Garten, einmal Auslüften, einen letzten Weg zum Bahnhof - Sind alle "Prager" im Zug gut unter gebracht? - und kommen sie auch gut heim? - Nein, wie zu erwarten, waren sie nicht gut untergebracht. Ihre Platzkarten entpuppten sich als Flop. Obwohl in Prag bestellt und bezahlt, gab es weder reservierte Plätze, noch durfte man(n) so zusammen sitzen, wie gebucht. Ein Fall für die DB - Kommunikationsfehler? Abzocke? Da beim Einsteigen genügend gemeckert wurde, versprach der Zugführer, dass alle Rückreisenden, sollta nach sorgfältiger Überprüfung noch Platz in der 1. Klasse sein, diese von unseren Rückreisenden belegt werden dürften. Falls nicht, könne man(n) sich ja in Prag um eine Rückerstattung bemühen. Na, so ein Glück, hatten doch die "Alten" bereits für eine andere Vorstellung ihre teuren Tickets gelöst... uind bei so viel Zugeständnissen sind wir aber froh... Es gibt kein "letztes Mal". Schon jetzt steht fest, dass wir neue Freunde gefunden haben und dass die angebliche Kluft zwischen West und Ost sowie Nort und Süd von Mensch zu Mensch überwunden werden kann. Men's Club. Prag und Gay&Gray, München haben das vor ein paar Tagen ge- und erlebt. Sehr froh sehen wir weiteren Annäherungen entgegen und freuen uns über den nächsten Austausch, in Prag, München oder sonst wo. JD
CSD 2005Am Samstagmorgen bauten Dieter, Herbert, John und Theo beim Marienplatz das Gay&Gray-Zelt auf. Dieter, Harald, Herbert, Wolfi und und ein neues Mitglied gingen beim Umzug mit unserem Transparent vor dem Sub-Wagen mit. Einige muntere Transvestiten hielten sich während des Zuges in unserer Nähe auf, was unserer Fotogenität offenbar recht gut getan hat - jedenfalls wurden nebenbei auch wir mit unserem Transparent überdurchschnittlich oft fotografiert. Herbert zog seine Kreise auf seinen Skatern und verteilte Unmengen von unseren Handzetteln. Auf seine Weise hat jeder von uns den CSD genossen. dkl
Auf der BUGAFür den 15.05.2005 hatten wir uns verabredet, die BUGA zu besuchen. Die Anfahrt erfolgte mit der U-Bahn. Um 14:00 Uhr waren dann einige Interessierte gekommen, so dass wir um 14:15 Uhr mit dem Rundgang beginnen konnten. Zuerst die Orchideen-Schau, sehr beeindruckend. Anschließend die Halle mit Azaleen und Rhododendren, auch hier waren verschiedene Exemplare außergewöhnlich. Danach den Irrgarten mit den Augen einer Maus durchschritten. Beeindruckend schon wegen der unterschiedlichen Gestaltung mit Tier- und Insektenstimmen. Weiter führte der Weg zum Vogelnest, gesehen mit den Augen eines gerade geschlüpften Vogels. Damit die Kondition durchhielt, wurde ein Festzelt aufgesucht, wo bei Kaffee und Kuchen über das bis dahin Gesehene eifrig diskutiert wurde. Dann ging es in Richtung BUGA-See, vorbei an der Seilbahn, diversen Lehrgärten und Blumenrabatten. Unterwegs wurde an einer Verkaufsbude noch ein Eis verzehrt, unter dem Slogan der Verkäufern "Schleck Dir einen!", was bei den Käufern allgemeines Schmunzeln verursachte. Der BUGA-See wurde von uns nicht erreicht, da es bereits auf die Schließungszeit zuging, was aber bei einem neuerlichen Besuch nachgeholt werden kann. Der Verfasser dieses Berichts muß sagen, es war alles in allem ein herrlicher, harmonischer Pfingstspaziergang durch einen großen Teil des BUGA-Geländes. Der Besuch hat sich gelohnt! Wolfgang
Nach Frankfurt: 17.06.05 bis 19.06.05 Am Freitagnachmittag brachen sechs Mitglieder der Gruppe mit zwei Autos auf Einladung der dortigen 40+Gruppe nach Frankfurt auf. Nach einer Rast in Würzburg kamen wir gegen 19:00 Uhr im LSKH, dem dortigen "SUB", an und wurden von der sehr zahlreichen Gruppe unserer Gastgeber mit ungezwungener Freundlichkeit, Offenheit und einem Charme empfangen, was uns ein anhaltedes Gefühl von Wohlbefinden über die ganze Zeit unseres Besuchs gegeben hat. Die gute Atmosphäre wurde auch durch die liebevolle Bewirtung über das ganze Wochenende mit selbstgemachten und sehr schmackhaften Abend- und Frühstücksbüffets gesteigert: Hut ab vor einer solchen Leistung! Nach dem Kennenlernen, der Verteilung auf unsere engeren Gastgeber und einem Kurzvortrag über schwullesbische Konzepte in z.B. der Altenpflege und Altenheimunterbringung vor Ort war noch eine kurze Kneipentour angesagt, die uns auch in das "Switchboard" führte, das von der Aids-Hilfe betrieben wird und eine fast perfekte Mischung ist aus räumlicher Großzügigkeit, geschmackvoller Ausstattung , freundlicher Bedienung, ohne die fürchterliche Musikberieselung: großes Kompliment!
Am Samstag hatte der etwas mißmutige Wettergott ein Einsehen, und Frankfurt präsentierte sich uns in prächtigem Frühsommergewand. Nach dem gemeinsamen Frühstück untenahmen wir unter kundiger Führung einen ausführlichen Spaziergang durch die Innenstadt, Altstadt und Sachsenhausen einschließlich des Mahnmals für die Aids-Toten: der Sockel einer aufgelassenen kleinen historistischen Kirche aus Sandstein wurde umgewidmet und mit stilisierten Nägeln versehen als Symbol für die Toten; in der Mitte der schlichte Spruch "Verletzte Liebe".
Frankfurt ist eine sehr grüne Stat; durch die vielen Alleen bis in den Kernbereich der Stadt, und kleine Parkanlagen, wirkt es nicht wie eine Betonwüste. Abgerundet wird der Eindruck durch die üppig begrünte Flußpartie des Main. Frankfurt hat durch die Mischung von historischer Bausubstanz und Moderne entgegen allem Vorurteil bei bewußtem Hinschauen ein Flair, das man durchaus für sich entdecken und genießen kann. Unsere Gastgeber haben uns aufgeklärt, daß Frankfurt als Handels- und Bürgerstadt sich quasi in "Runderneuerung" befindet. Nach dem Mittagessen im sog. "Gemalten Haus", einer Traditionsgaststätte mit Beigabe von Lokalkolorit in Gestalt zweier schusseliger Kellner, gings auf zum "Ebbelwoi-Express", einer Rundfahrt mit einer Oldtimerstraßenbahn vom Bahnhof durch den Frakfurter Stadtwald nach Neu Isenburg und zurück, mittlerweile alle durch den Ebbelwoi leicht angsäuselt, ratsch- & lachlustig. Bedingt durch die Nachmittagshitze war dann eine Ruhepause notwendig, aber zum Abendessen waren Gastgeber und Gäste wieder wohlauf im LSKH. Nach zwanglosem Beisammensein stürzten sich die Unermüdlichen von den Gästen und Gastgebern in die Szene, die anderen ließen den Tag gemütlich ausklingen. Sonntags war Brunch und zwangloses Beisammensein; wer wollte, konnte kleine Spaziergänge unternehmen oder ein zweites Mal auf den Maintower fahren. Für die "Szenenüberstundengeschädigten" war das weniger. Zum gutgelaunten Abschied waren wieder alle auf dem Damm. Auf der Rückfahrt waren wir recht glücklich und zufrieden über die angenehme Zeit, die uns die Frankfurter bereitet hatten, was man gar nicht in Dankesworte fassen kann. In München trafen sich alle noch zum Abendessen und Austausch. Das Fazit dieses Ausflugs - ein rundum gelungenes Erlebnis dank der guten Organisation allerseits, und großes Kompliment an die doch sehr bemerkenswerte schöne Gemeinschaft der Frankfurter Gruppe, bei denen wir uns wie zu Hause fühlen durften! 20.Februar 2006 17.00 SUB Münchner Trachtler, offen schwulAm 20.2.2006 stellte sich Michael Kramheller im SUB Fritz Letsch (Erzähl-Café) den Fragen. Michael hatte bzgl. der an ihn gerichteten Fragen keine Schwierigkeiten, diese ausführlich zu beantworten. Er war sich voll und ganz bewusst, dass er hier Gelegenheit hatte, aus seinem Leben zu erzählen und den Anwesenden klarzumachen, dass man sich nicht zu verstecken braucht. Er schilderte ausführlich die schweren Zeiten von 1940 bis 1960. Die Zuhörer saßen gebannt auf ihren Plätzen und konnten nicht genug bekommen, von dem, was Michael aus seinem Leben erzählte. Nach ca. 1 ½ Stunden wurde er mit grossem Applaus verabschiedet. Es war ein sehr gelungener Abend und vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, dass ein weiteres Mitglied in der Gruppe Gay und Gray es ihm gleich tut. Wr Berlin Besuch- 28.April 2006 -1.Mai 2006Hallo Gerd, Liebe Freunde in Berlin, heute möchten wir uns im Namen unserer Gruppe Gay & Gray München ganz herzlich für die wunderschönen Tage in Berlin bei Euch bedanken. Wir fanden Eure Organisation und die Gastfreundschaft, den Empfang bei unserer Ankunft am Freitag den 28. April abends im Sonntagsclub einfach überwältigend und haben die anschließenden, von euch professionell geführten Kneipenbesuche sehr genossen. Wir können uns gut vorstellen, wie viel Mühe das alles gemacht hat. Auf der Dampferfahrt kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, was wir vom Wasser aus alles zu sehen bekamen. Weiter ging es mit den verschiedenen Stadteilführungen unter Eurer sachkundigen Leitung. Aber auch die Diskussion der verschiedenen Gruppen aus ganz Deutschland und aus Prag war hoch interessant. Die Gruppenstrukturen, die identischen Themen wie z. B. das Wohnen als Schwule im Alter, die Pflegeproblematik und die dazu notwendige spezielle Fortbildung für das Pflegepersonal oder die Zusammenarbeit mit den städtischen oder staatlichen Dienststellen waren sehr aufschlussreich ebenso wie die bestehenden und möglichen Finanzierungsmodelle und die Bezuschussung der einzelnen Gruppen. Ob eine angestrebte Bettenbörse wirklich zustande kommen kann, scheint uns aber – von den bereits entstandenen Erfahrungen im Rahmen von Events einmal abgesehen- ziemlich unsicher. Hier besteht wohl noch weiterer Diskussionsbedarf. Auch am Samstagabend habt Ihr uns nicht enttäuscht: Im Gegenteil! Es war alles perfekt. Das kalte Büfett und auch die auftretenden Künstler und Künstlerinnen, die uns mit ihrer Musik der 20ere und 50er Jahre schöne, nostalgische Stunden besorgt haben.. Den Weg zu den eingeplanten Kneipen mit bunten Luftballons zu markieren – auf eine solche lustige Idee können nur Berliner kommen. Am Sonntagvormittag fing dann mit einem vorzüglichen und üppigen Brunch für ca. 140 Leute leider der Abschied an. Dafür ein Lokal zu finden mit einem entsprechendem Ambiente, das alle Gäste zufrieden stellt und nur Lob erntet, ist nicht so selbstverständlich. Für unser Selbstverständnis, für unsere Hintergründe und unsere Geschichte war der von den Frankfurtern initiierte Besuch des Schwulen Museums am Mehringdamm wichtig und interessant. Ungefähr 20 Männer aus Frankfurt, Köln, Prag und München lauschten den Ausführungen von Dr. Andreas Sternweiler zur Geschichte des Museums. Im Museum wird der „Zeitraum von 1790 bis 1990 mit seinen gesellschaftlichen Veränderungen und den daraus erstehenden Perspektiven der Homosexuellen“ besonders im Hinblick auf „deren Lebensmöglichkeiten angesichts anhaltender Unterdrückung“ dargestellt. (siehe Katalog zur Ausstellung) Man sollte sich diese Ausstellung nach der interessanten Führung noch einmal ausführlich anschauen. Sie ersetzt eine Menge an Geschichtsunterricht. Danach ‚erkletterte’ die „ deutsch – tschechische Verständigungsgruppe“ mit einem Dutzend Teilnehmern den Kreuzberg - ein Vorschlag von Dieter, der sich gerne an seine Reiseleiter – Tätigkeit im Berlin der 70er Jahre erinnert. Kreuzberger Wasserfall, Riehmers Hofgarten, neuer Lehrter Bahnhof und die Hackerschen Höfe – das alles hätten wir ansonsten kaum zu sehen bekommen. Die anderen Teilnehmer unserer Gruppe beendeten den Tag in Tempelhof in einer gut bürgerlichen Gaststätte, in der uns eine freundliche Bedienung trotz vorgeschrittener Stunde mit Berliner Schnäuzlein ankündigte, dann eben doch den“ Koch notfalls noch einmal an den Herd anketten“ zu müssen. Lieber Gerd nochmals unseren herzlichen Dank, auch an alle Deine Mitstreiter und ebenfalls ein riesengroßes Lob für die hervorragende Organisation und Unterbringung bei Alfred Kappenberg und Mirko Intert. Es grüßen Euch herzlich Wolfgang Reinders und Theo Kempf von der Gruppe Gay & Gray München hpr
HaidhausenPetrus hatte mit Dieter, unserem "Fremdenführer", und uns (Harald, Hilmar, Hubert, Theo, Thomas, Wolfgang) ein Einsehen und schloss seine Regenschleusen zum richtigen Zeitpunkt. Die Führung begann bei "den Kreppen". Dieter führte uns an Originalschauplätzen vor, wie Menschen früher gelebt haben. Das Volk mußte sich z.b. mit dem Ausschuss der gebrannten Ziegel zufrieden geben, um damit seine Häuser zu bauen. Dann ging es weiter durch den Biergarten des Hofbräukellers zur Büste des Autors des "Brandner Kasper", Franz von Kobell, weiter dann durch den "kleinen Englischen Garten" in Richtung des einzigen Denkmals König Ludwig II. Die Unwissenden wurden aufgeklärt, dass München eigentlich das Wagnersche Festspielhaus erhalten sollte, das auf Anregung von Semper schließlich in Bayreuth gebaut wurde. Bei der Besichtigung des kleinen E-Werkes meinte Hubert "man könne daraus ein Clubhaus für das SUB gestalten oder das Ganze privat nutzen. Die Terrasse oben wäre prädestiniert, um dort das Frühstück einzunehmen, man könne eine Tiefgarage bauen und das Areal einzäunen." Die Führug endete dann bei Kaffee, Wurstsalat, Brathendl und Brezn im Biergarten, wo anschließend noch eine recht lebhafte Diskusion zwischen Harald und Hubert über das Thema "Religion" stattfand. Wir haben uns schließlich alle gutgelaunt verabschiedet und sind, dank Dieters guter Führung, um viele Informationen reicher geworden. wr
Frühlingswanderung Sonntag 11. Juni 2006Um 14.00 traf sich die Gruppe Gay & Gray am Candid-Platz . Es waren leider nicht viele Teilnehmer erschienen, obwohl gutes Wanderwetter herrschte. Es ging am linken Isar-Hochufer mit etwas gemütlichen Schritt Richtung Grosshesseloher Brücke. Dort wurde dann die Rückkehr angetreten bis zum Biergarten Menterschwaige, wo dann eingekehrt wurde. Nach einer Stärkung wurde dann erneut aufgebrochen und es ging unterhalb des Isar-Hochufers zurück bis zur Cornelius-Brücke, wo jeder seinen Heimweg antrat. Grill-Nachmittag im diversity-Cafe Bürgerhaus Glockenbach-Werkstatt am Sonntag 18.Juni 2006 Ab 16.00 trafen sich diversity-Café Lesben, Schwule, Transgender und Heteros, um einen Grill-Nachmittag zu verbringen. Unsere Gruppe Gay & Gray und die Gruppe Lesben ab 50 Jahre von Le Tra waren auch dazu eingeladen. Von uns waren Dieter, Hubert, Sepp, Peter, Wolfgang, Theo und Harald zu diesem Treffen gekommen. Leider war die Kommunikation zwischen jungen und älteren Schwulen nicht so ideal, wie Theo (Gay & Gray) und Andreas (diversity) es sich erhofft hatten. Es war zwar ein harmonischer Nachmittag und es fanden auch angeregte Gespräche statt, aber nur innerhalb der eigenen Gruppen. Es bleibt nur zu hoffen, dass in Zukunft alt und jung mehr auf einander zugehen, um die immer noch bestehenden Vorurteile nach und nach abzubauen.
CSD August 2006Der CSD im August war alles in allem ein erfolgreicher Event. Gay & Gray war mit seinem eigenen Info-Stand auf dem Marienplatz vertreten und auch mit einem Transparent im Umzug dabei. Wir konnten vielen Interessierten Informationen über uns geben und die Gruppe dadurch in der Münchner Szene noch bekannter machen. Ausflug in die Welt Film und Fernsehen 15. Oktober 2006
An diesem Sonntag haben wir einen Ausflug mit der Straßenbahn zur der Bavaria-Filmstadt Geiselgasteig unternommen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann von der Haltestelle zu Fuß zur Filmstadt. Dabei waren Helmut und Nikolaus (beide aus Ulm), Ralf und Bernd, Ulrich, Horst, Harald, Wolfi, Theo und Wolfgang. Am Einstieg zum Zug, der uns über einen kleinen Teil des Geländes fuhr, herrschte ziemliches Gedränge und es verging einige Zeit, bis alle einen Sitzplatz gefunden hatten. Die Fahrt ging dann durch das Film-Gelände und ein jeder hatte zu schauen und zu staunen. Danach ging es zu Fuß weiter und es wurden verschieden Studio-Hallen besichtigt, z. B. die Bully-Produktion Traumschiff Enterprise. Dort hatten die Kinder aber auch die Erwachsenen die Möglichkeit in einem selbst hergestellten Video-Film mitzuwirken. Dann ging es mit unserer charmanten Führerin zum berühmten „Boot“ , das alle von innen sehen wollten. Anschließend wurde die Halle mit den Darstellern aus dem Film „eine unendliche Geschichte“ besucht und es wurden einige Tricks aus der Produktion verraten. Zum Schluss wurde noch ein Teil der Kulissen-Landschaft für den Film „Asterix und Obelix“ besichtigt und am Ende eine Reportage aus der Allianz-Arena von Kindern im Ü-Wagen nachgespielt. Dann ging es wieder zur Straßenbahn und an der Haltestelle Menterschwaige trafen wir uns im Restaurant, um uns zu stärken. Um 18.00 war dann allgemeiner Aufbruch. Die meisten gingen zur Straßenbahn, Theo. Horst und Wolfgang sind bis zur U-Bahn Thalkirchen gelaufen. Theo fand dann eine steil- riskante Abkürzung zur Isar, wo Horst nur mit gutem Zureden von Wolfgang hinabstieg. Als die U-Bahn-Station erreicht wurde, waren alle drei froh, angekommen zu sein und wir fuhren nach Hause. So fand dieser alles in allem gelungene Nachmittag sein Ende. Der 4. Geburtstag von Gay & Gray am 27.10.-29.10. 2006 und der Besuch der Frankfurter Gruppe 40+Am Freitag den 27.10.06 um 19:00 Uhr war es endlich so weit: Die ersehnten Frankfurter (12 an der Zahl) waren angereist und wir hießen die Gäste mit einem Glas Sekt willkommen. Theo stellte ihnen Oliver und Arti vom Sub -Vorstand vor und lud erst einmal zu einem kleinen Imbiss ein den Erich, Wolfgang, Harald und Wolfi vorbereitet hatten. Im kleinen Gruppenraum, wo das Büffet stand, hielten sich die meisten auf, ähnlich wie in einer Wohnküche, wo man sich oft am wohlsten fühlt. Die Gespräche waren sehr anregend und informativ. Die Frankfurter wollten etwas von uns wissen und wir interessierten uns für das Leben der Gruppe 40+ Frankfurt. Oliver erzählte etwas über die Situation und Aufgabenstellung vom Sub. Detlef erzählte lebendig und sehr witzig von dem Leben der 40+ Gruppe aus Frankfurt und es kam eine freundschaftliche Atmosphäre auf. Obwohl mit Heiserkeit geplagt erzählte Theo mit leiser Stimme ein wenig von den Münchnern. Es wurde spät und es war Zeit sich ins Nachtleben des warmen Glockenbachviertels zu stürzen. Dieter Klein und Wolfgang Reinders zogen mit den Freunden in verschiedene Lokale und unsere Frankfurter Freunde entwickelten dabei Aktivitäten, die uns Münchner in Erstaunen versetzten. Am anderen Morgen, am Samstag um 11:00 Uhr „Beim Franz“, war Weißwurstessen angesagt, (nach alter bayerischer Sitte muss Weißwurst vor 12 Uhr Mittag gegessen werden). Das bedeutet für manchen Nachtschwärmer nach etwa zwei Stunden Schlaf wieder auf der Matte zu stehen, um einige Biertische und Bänke zu schleppen. Friedel, der Wirt von der Teddy-Bar stellte sie für uns zur Verfügung. Ohne die viele Arbeit, die unsere Mitglieder ehrenamtlich geleistet haben, wäre die am Abend stattfindende Geburtstagsfeier von Gay and Gray sicher nicht möglich gewesen. Franz, der Wirt, über 25 Jahre Kellner in der legendären „Deutschen Eiche“, erzählte nette Anekdoten aus der Vergangenheit dieses „Mutterhauses“. Danach führte Dieter unsere Gäste durch die Altstadt und abschließend ins “Weisse Bräuhaus“, zum Probieren des berühmten „Affen“, des Weißbier-Bock. Theo,. Wolfgang, Erich, Ulrich, Wolfi und Harald bereiteten ein großartiges Büffet vor, das keine Wünsche offen lies. Mit Tischschmuck vom Blumenbinder und Kerzen bekam der sonst so nüchterne Raum ein gemütliches Flair. Um 19:30 strömten die Geburtstagsgäste ins Sub. Mit den 16 Philhomoniker und den Frankfurter waren wir über 70 Leute. Es war eine tolle Stimmung, die besonders durch die Pilhomoniker und das Büffet gesteigert wurde. Die Sänger fuhren mit uns mal schnell von München nach Capri und zurück. Der Beifall wollte nicht aufhören die Emotionen der Geburtstaggäste ließen die Stimmung hochschnellen. Die Suppe, die Franz gespendet hatte, wie auch das Buffet fanden reißenden Absatz und manch einer hatte sich so vollgeschlagen, dass er nachts nicht schlafen konnte Hilfreiche Leute vom Sub, André und Ben sowie Arti und andere sorgten für ein reibungslosen Nachschub an Getränken und sie räumten sogar das Leergut weg, dies war eine wesentliche Erleichterung für unsere dienstbaren Geister. Inzwischen hatte Erich alles Geschirr weggeräumt und zusammengestellt. Ein Abend zum Wohlfühlen ging zu Ende. Gegen 24: 00 Uhr zogen die Hartgesottenen unter den Gästen weiter in die Kneipen, die anderen so schnell als möglich nach Hause, es war ein langer Tag und obwohl in dieser Nacht die Sommerzeit auf die Winterzeit umgestellt wurde, war die Nacht doch kurz. Am Sonntag um 11:00 Uhr war dann ein reichliches Frühstück im Café Selig angesagt. Gegen 13:30 fingen die Ersten an sich zu verabschieden. Andere ließen sich an der Isar noch den Wind ins Gesicht blasen, um fit und wach die Abreise anzutreten. Überglücklich über den gelungenen Besuch und über die liebenswerten Gäste aus Frankfurt, zogen sich einige trotz großer Müdigkeit zurück, um im Sub aufzuräumen. Wie ich hörte fanden einige Frankfurter noch den Weg ins Hofbräuhaus, um noch einmal das berühmte Münchner Bier zu geniessen. Ein Fest für alle, für das Sub, für Gay and Gray und für 40+Frankfurt, ein Fest, das unvergesslich bleibt und dazu haben die Frankfurter mit Ihrem Charme viel beigetragen.
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