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Ein neues Gesicht fürs Sub! PDF Drucken Auf Facebook teilen Twitter

Christian SchultzeChristian Schultze führt seit dem 1. Juni die Geschäfte des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums München, Sub e.V. Der 41-jährige Berliner will seiner neuen Arbeit mit Herz und Verstand nachgehen. Sein Portfolio: Öffentlichkeitsarbeit, Personal, Fundraising.

Der Mann hat ein bewegtes Leben hinter sich. Knapp zehn Jahre lang war er Priester in der katholischen Kirche. Dann lernte er einen Mann kennen, verliebte sich und beschloss: Die Sache muss ein Ende haben. Seit dem 1. Juni ist Christian Schultze Gesamtleiter Projekte des Münchner Schwulenzentrums, eine Art Geschäftsführer, der sich um Öffentlichkeitsarbeit, Personalfragen und Fundraising kümmern wird. Den Vorstand, der ehrenamtlich tätig ist, soll der neue Mann spürbar entlasten.

"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", sagt der 41-Jährige. Mit seinem Freund ist er eigens von Berlin nach München gezogen, um den Job in der Müllerstraße 43 anzutreten. Jahre lang habe er sich versteckt, jetzt will er die Anliegen der schwulen Gemeinde in München vertreten. "Das ist einer der Vorzüge meiner Ausbildung: Ich gehe sehr offen mit Menschen um, gehe auf sie zu, höre zu, gestalte." So will er fürs Sub etwas bewegen.

"Christian Schultze soll das neue Gesicht des Sub werden", sagt Sub-Vorstand Lars Fröhlich. Das Sub sei sehr glücklich damit, jemanden wie ihn gefunden zu haben. Schultze, der auch ausgebildeter Einzelhandelskaufmann ist, hat zuletzt als Versandleiter bei der Berliner Kaffeerösterei gearbeitet. Davor, als er 2007 seine Stelle als Priester quittierte, war er für Marcus Evans Summits im Eventmanagement tätig und hat sich dort um Sales-Geschäfte gekümmert.

"Unser Neumünchner bringt Erfahrung und das nötige Taktgefühl für die Arbeit im Sub mit", sagt Fröhlich. Mit ihm will das Münchner Schwulenzentrum sein Angebot professionalisieren und ausweiten. Dass die Stadt München für den Posten 2008 Mittel zur Verfügung gestellt hat, hat das Sub den beiden Stadträten Lydia Dietrich, Grüne/Bündnis 90, und Thomas Niederbühl, Rosa Liste, zu verdanken.

"Eine Institution wie das Sub wird es immer geben", sagt Schultze, denn Schwule werden wie Lesben immer eine Minderheit in der Gesellschaft bleiben. "Für unsere Rechte werden wir deshalb immer eintreten müssen."

Am 09.06.2009 gab Christian Schultze der Sendung "Mittags in München" im ersten Programm des Bayerischen Rundfunks ein Interview, das sie hier nachhören können.

 
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