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Zukunftswerkstatt im Sub PDF Drucken

Christian SchultzeDas Sub zieht um. 2011 schon wird das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum in der Müllerstraße 14 neue Räumlichkeiten beziehen. Dem Zentrum steht dreimal soviel Raum zur Verfügung wie früher. Der will genutzt werden. Ideen dafür haben Sub-Vertreter und Freunde des Vereins in der ersten Sitzung der Zukunftswerkstatt formuliert.

Das Sub will sich in Zukunft wieder stärker als Kulturzentrum präsentieren und zu einem echten Zentrum für alternative Kultur in München werden. Zu diesem ersten Ergebnis sind Vertreter des Münchner Schwulenzentrums, Freunde und Partner des Vereins im Rahmen der ersten Zukunftsswerkstatt gekommen, die sich vor wenigen Tagen zusammengesetzt hat. Außerdem soll das Café attraktiver werden. 

 "Wir werden in zwei Jahren dreimal soviel Platz für unsere Arbeit zur Verfügung haben wie jetzt noch", sagt Geschäftsführer Christian Schultze. „Darauf müssen wir reagieren.“ Die Zukunftswerkstatt soll sich in den kommenden Monaten bis zum Umzug Gedanken über die Nutzung und Auslastung der neuen Räumlichkeiten machen, die in der Müllerstraße 14 liegen werden. Die Finanzierung des Projektes ist gesichert. Stadt und Verein werden die Gelder gemeinsam aufbringen.

Zum Kulturangebot des Schwulenzentrums sollen wie schon jetzt in Ansätzen künftig noch anspruchsvollere Veranstaltungen wie Lesungen, Theater, Konzerte, Ausstellungen und Diskussionen stattfinden. Das soll Einnahmen bringen, um die Beratungs- und Präventionsangebote der Organisation zu finanzieren, aber auch noch mehr Besucher ins Zentrum locken. In der Müllerstraße 14 wird ein neues Café Gäste aus der ganzen Stadt zum Verweilen einladen. Ein Kulturkomitee kümmert sich um die neu zu definierenden kulturellen Belange des Schwulenzentrums.

Auch für das Café arbeiten die Verantwortlichen an einem neuen Konzept. Anders als die Bar im Erdgeschoss des Sub heute soll eine Lokalität entstehen, die viel mehr Aufenthaltsqualität hat, sich modern, hell und offen darstellt. "Gleichzeitig soll sich unser Café, das weiterhin ehrenamtlich betrieben wird, deutlich von der kommerziellen Szene abheben", sagt Schultze. Der Freizeitbereich muss deshalb besser mit Infodienst, Beratung, Theke und Kulturevents verzahnt werden. "Wir sind auch ein Schutzraum für alle, die sich hier einfach mal zurückziehen wollen." Darüber, ob das Café auch tagsüber geöffnet sein wird, entscheidet eine Projektgruppe, die sich um das Konzept Café generell kümmert. "Das Café ist unsere zentrale Sammelstelle, sozusagen der Verteiler für die Angebote, die wir im Sub haben", sagt Schultze.

Das Sub nämlich wird weiterhin für alle LGBT-Gruppen aus München offen sein, ein Haus der Solidarität, das mit seinen zahlreichen Freizeit- und Selbsthilfeangeboten, der psychosozialen Beratungssstelle und der HIV-Prävention ein Programm bieten kann, das bereits heute seinesgleichen in der Bundesrepublik sucht. Das Café als Attraktionspunkt und Verteiler muss noch besser funktionieren, die Kultur gestärkt werden.

Die Zukunftswerkstatt wird sich in den kommenden Wochen regelmäßig treffen; immer wieder übernehmen die Gruppen, die daraus entstehen, konkrete Aufgaben für den Umzug. Das Sub soll 2011 nicht nur neue Räume bekommen, sondern diese auch mit Leben füllen, um den Ansprüchen eines modernen, bürgernahen und emanzipatorischen Schwulenzentrums genügen zu können.

 
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