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VelsPol Deutschland gründet Landesgruppe Bayern PDF Drucken Auf Facebook teilen Twitter

Im Rahmen ihres 15. Bundesseminars haben die homosexuellen PolizistInnen am vergangenen Wochenende eine Vertretung im Bayern gegründet, um auch hier gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz zu kämpfen. Beim Christopher Street Day sind die Teilnehmer durch Münchens Innenstadt mitmarschiert und ernteten dafür Applaus. Das Sub hat die Tagung beherbergt, die Schirmherrschaft hatte OB Ude inne.

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Sie haben all ihre Ziele erreicht. Die lesbischen Polizistinnen und schwulen Polizisten, die sich aus Anlass ihres 15. Bundesseminars vergangenes Wochenende in München getroffen haben, verfügen jetzt auch in Bayern über eine Vertretung. Im Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrum München, Sub e.V., das die Tagung beherbergte, hat der Verband Lesbischer und Schwuler Polizeibediensteter VelsPol die Landesgruppe ins Leben gerufen und gleich danach auf dem CSD Präsenz gezeigt.

Aus den bestehenden Landesgruppen des Verbands waren über 70 Mitglieder in der Landeshauptstadt eingetroffen, um vom 10. bis 13. Juli in der Müllerstraße 43 an dem Seminar teilzunehmen. "Wir wussten, dass sich viele Kolleginnen und Kollegen nicht wohlfühlen bei dem Gedanken, nach München zu kommen", sagt Maik Exner-Lamnek vom Bundesvorstand. Bayern gilt als konservativ, Lesben und Schwulen gegenüber nicht aufgeschlossen, schon gar nicht gegenüber homosexuellen PolizeibeamtInnen. "Dennoch haben wir immer an den Erfolg des 15. Bundesseminars geglaubt." Die Themen kreisten um die Situation der Lesben und Schwulen in Bayern, homophobe Gewalt in München, HIV positive PolizistInnen; es ging um Immigration und natürlich darum, ob die TeilnehmerInnen der Veranstaltung am 12. Juli die Reihen der CSD-Politparade schließen.

Das haben sie getan. Leicht dürfte den PolizeibeamtInnen der Auftritt nicht gefallen sein. Sich öffentlich zu zeigen, kann Folgen haben. "Die Kollegen haben Angst vor Mobbing", sagt Exner-Lamnek. "Auch die Angst vor einer schlechten Beurteilung führt oft dazu, dass homosexuelle Kolleginnen und Kollegen sich nicht outen." Umso schöner, dass die Zuschauer den Auftritt der PolizistInnen auf dem CSD mit Beifall quittierten.

 
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