Coming-Out-Gruppe

Jungs, die entdecken, dass sie auf andere Jungs stehen, haben es oft nicht leicht. Auch wenn Schwulsein heutzutage zumindest oberflächlich toleriert wird, haben Homosexuelle noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen. "Das ist nur eine Phase", "Schwule sind weibisch", "Du musst nur die Richtige kennenlernen", heißt es von Eltern oder Freunden, die über Homosexuelle reden - oft, ohne auch nur einen Schwulen zu kennen. "Schwule Sau" ist auf vielen Schulhöfen ein viel benutztes Schimpfwort. Wem sollte es unter diesen Umständen leicht fallen, offen zu sagen, dass man den Freund mehr mag als die Freundin? Die Angst vor der Reaktion der anderen, den Klassenkameraden, den Freunden, den Eltern, veranlasst viele Jugendliche dazu, ihre Homosexualität zu verstecken oder zu verdrängen. Übrigens haben nicht nur Jugendliche mit dem Coming-out zu kämpfen. Oft genug hadern selbst 30- bis 40-Jährige, teilweise Familienväter, damit, schwul zu sein.
 
Die Coming-Out-Gruppe im Sub will helfen. Ein ausgebildeter Berater leitet die Teilnehmer an zehn Abenden an. Jungs und Männer, die merken, dass sie sich von anderen Männern angezogen fühlen, können in der Gruppe Ängste und Probleme austauschen, Kontakte knüpfen und Antworten auf ihre Fragen finden. An den Gruppenabenden geht es um den Umgang mit dem eigenen Schwulsein, um Vorurteile und Ängste, um Familie, Freunde, die Szene, schwule Beziehungsarten und Safer Sex.

Die nächste Gruppe beginnt Ende September. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Infos und Anmeldung unter Sub e.V., Coming-Out-Gruppe, Müllerstraße 43, 80469 München, unter 089/19446 (19-22 Uhr) oder unter Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst .