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Ein neuer Mann fürs Sub

Andreas Maier kümmert sich in Beratung um Geflüchtete

Andy hat sich schon lange für eine Stelle im Sub interessiert. Als dann die Gelegenheit kam, griff er zu. Der Pädagoge (M.A.) unterstützt unseren Kollegen Yury Snigirev in der Geflüchtetenarbeit. Herzlich Willkommen im Sub!

In der Jugendsozialarbeit für Schulen hat Andreas einst angefangen und er war schon vor seiner Zeit im Sub im Rahmen der Jugendhilfe in der psychosozialen Betreuung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen tätig. Andy bringt also Erfahrung mit.

Er findet seine Arbeit wichtig. "Wer hier in Deutschland ankommt, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Für schwule Männer ergeben sich zusätzliche Hürden aufgrund der mangelnden Akzeptanz durch die eigenen Landsleute und die Ablehnung durch andere Geflüchtete." Andy will ihnen helfen, den Weg in ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit und ohne Angst zu finden. Für sie ist das neue Leben in der neuen Stadt ja oft schwer zu durchschauen.

Hilfe zur Eigenverantwortung

Aber man müsse die Menschen auch fordern. Denn oft kämen sie mit großen Erwartungen und Hoffnungen, die natürlich nicht alle erfüllt werden. "Hier sehe ich es auch als meine Aufgabe, für Realitätsnähe zu sorgen und die Menschen je nach ihren Möglichkeiten aufzufordern, selbst Verantwortung für die Gestaltung ihres neuen Lebens zu übernehmen." Ein Helfersystem wie das im Sub sei eben nur dann ein gutes, wenn es Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit fördert.

Andy kennt die schwule Szene in München seit 20 Jahren. Er hat den Wandel hier miterlebt. Für ihn ist das Sub deshalb vor allem ein Ort, an dem Menschen Halt finden. Etwa, weil sie sich gemeinsam für eine Sache einsetzen, sich austauschen und etwas bewegen. "Gerade in einer Zeit, in der sich vieles verändert, braucht die Community einen solchen Platz in unserer Stadt."