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My Silence

Die Brüder Selman aus Bosnien stellen in München aus

Im Nachgang der Internationalen Wochen gegen Rassismus präsentiert das Schwulenzentrum Sub eine Ausstellung mit Selbstportraits und Akten der bosnischen Künstler Selman. Die Brüder reflektieren darin ihr Leben als Roma in einer xenophoben Gesellschaft. Ab Montag, 3. April. Vernissage am selben Tag um 19.30 Uhr im Sub.

Die Selman-Brüder kommen nach München. Mersud und sein Bruder Fredi leben ihren Traum. Vorbei die Zeiten, da sie sich selbst in Fragen stellten, weil ihre Umgebung sie anfeindete. Heute sind die beiden Künstler aus Bosnien erfüllt von dem, was sie tun. Sie malen mit Leidenschaft, die Malerei gibt ihnen Kraft zur Selbstbehauptung - als Männer und als Roma.

Ihre Selbst- und Männerportraits helfen den beiden auch, sich selbst besser zu verstehen. "Sie zeigen die Wahrheit über mich", sagt Mersud, über ihn als Mensch, als Künstler und wie die Menschen in Bosnien Roma sehen. "Die Leute denken, ich bin dumm, bloß weil ich schwarz bin. Ich will ihnen mit meiner Malerei zeigen, dass das nicht stimmt. Ich mag Menschen und ich mag mich selbst."

Stille Selbstreflexion

Unter den Bildern, die vom 3. bis 27. April im Sub in der Müllerstraße 14 hängen, präsentiert Mersud Selman viele Akte, intime Einblicke in das Leben der anderen, die immer auch die eigene Verletzlichkeit spiegeln. Eine stille Selbstinspektion.