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Nach spektakulärer Flucht: Riamani Chisty aus Bangladesch berichtet

Auf Einladung von Amnesty International und Queeramnesty spricht am Samstag, 9. April, ab 19.30 Uhr Riamani Chisty über die Lage von Lesben, Schwulen und Transgender in Bangladesch.

Chisty, ein kritischer Journalist, hat selbst ein schweres Schicksal. Mehrmals schon haben ihn Schergen der muslimischen Partei Janmaat-e-Islami zusammengeschlagen und vergewaltigt. Die Polizei hat ihm nie geholfen, verhielt sich gleichgültig, drohte ihm sogar mit Verhaftung seiner Homosexualität wegen.

Homosexualität - die entsprechenden Gesetze stammen noch aus der britischen Kolonialzeit - und Atheismus zählen in Bangladesch zu den schwersten Vergehen. Chisty beschloss, das Land zu verlassen. Ihm gelang eine abenteuerliche Flucht.

Jetzt wartet er auf die Bearbeitung seines Asylantrages in Deutschland. Im April ist er zu Gast im Sub, um über seine Erfahrungen zu erzählen. Bernhard Hertlein begleitet ihn, er ist Sprecher der Ländergruppe Bangladesch von Amnesty International.