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Bundesverband gegründet

Ab sofort gibt es einen Bundesverband für die professionelle Beratung schwuler Männer. Das Sub hat ihn mitgegründet.

Jahre lang schon sind die Schwulenberatungsstellen verschiedener Bundesländer und Städte miteinander vernetzt; sie treffen sich regelmäßig. Weil das Networking nur von Vorteil ist, haben sich alle Beteiligten entschlossen, gemeinsame Beratungs- und Versorgungsstrukturen im gesamten Bundesgebiet zu schaffen und einen Verband zu gründen.

Der Bundesverband für die professionelle Beratung schwuler Männer, den auch das Münchner Schwulenzentrum Sub am 1. September mit gegründet hat, koordiniert die Vernetzung der in Deutschland tätigen Beratungsstellen, plant und führt gemeinsam Aktivitäten durch. Dies ist auch dringend nötig, denn aktuellen Studien zufolge sind die psychischen Belastungen für die Zielgruppe noch immer deutlich höher als für heterosexuelle Menschen - das zeigt sich unter anderem an der Suizidrate unter Betroffenen.

Unterschiede zwischen Flächenländern und Städten

Weil sich die Gesellschaft für Lesben, Schwule, Bi*, Trans* und Inter* immer weiter öffnet, braucht es auch mehr professionelle Beratungsangebote durch Gleichgesinnte, also durch Menschen, die eigene Erfahrungen haben. Da es in der Versorgung erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern, insbesondere Flächenländern und Stadtstaaten, gibt, wollen wir die Kooperation, die vorhandenen Strukturen stärken. Eine Finanzierung über das Bundesministerium wird angestrebt.

Zu den Gründungsmitgliedern des Bundesverbandes gehören neben dem Sub e.V. Rubicon e.V. Köln, Schwule Initiative Siegen e.V., Rat & Tat Zentrum Bremen, AIDS-Hilfe Frankfurt e.V., Rosa Strippe e.V. Bochum, KCM Schwulenzentrum Münster e.V. und die Schwulenberatung Berlin.