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Alles Gute, Christian Schultze!

Das Münchner Schwulenzentrum sucht einen neuen Geschäftsführer

Künftig trennen sich die Wege. Christian Schultze, seit sieben Jahren Geschäftsführer des Münchner Schwulenzentrums Sub, verlässt den Verein und widmet sich künftig anderen Aufgaben. Seine Kollegen sagen Danke.

Als Christian Schultze vor sieben Jahren aus Berlin kam, war das eine kleine Sensation. Knapp zehn Jahre lang war er Priester in der katholischen Kirche. Seine Homosexualität hatte er jahrelang verstecken müssen. Jetzt sollte er als Geschäftsführer offensiv das Münchner Schwulenzentrum und die Belange schwuler Männer nach außen vertreten. Am 1. Juni 2009 trat er seinen Dienst an, die Medien berichteten.

Der Geschäftsführer, heute 48 Jahre alt, kümmerte sich um die Öffentlichkeitsarbeit, Personalfragen, Fundraising uvm. Den Vorstand, der ehrenamtlich tätig ist, hatte der Neue spürbar entlastet. Schultze liebte seinen Job; den Verein und seine Anliegen hat er in den Gremien der Stadt wie der Lesben-, Schwulen-, Bi- und Trans*-Community stets mit großem Engagement vorangetrieben. Es war einer der Vorzüge seiner Ausbildung: Schultze geht offen mit Menschen um, hört zu, gestaltet.

Zeit für etwas Neues

So hat er fürs Sub einiges bewegt. Zuletzt hat er sich insbesondere für die Flüchtlingsarbeit stark gemacht, den CSD München als "Außenminister" vertreten beim CSD Deutschland e.V. Und er war an der Gründung der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren BISS beteiligt. Jetzt geht er. "Während der sieben Jahre als Geschäftsführer habe ich dem Sub gerne mit aller Kraft zur Verfügung gestanden. Ich bedanke mich herzlich für die gute Zusammenarbeit".  Als freier Redner, Autor und Texter hat sich Schultze selbstständig gemacht.  

Der Vorstand des Münchner Schwulenzentrums dankt seinem langjährigen Geschäftsführer für dessen Arbeit und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute.