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Designschule München stellt neues CSD-Plakat vor

Der Wettbewerb um das beste Plakat für den Munich Pride ist entschieden

Aus insgesamt 50 Entwürfen hat die Jury für den Entwurf von Sarah Eschbach, Ines Korbacher und Tahereh Kazemizadeh gestimmt. Er setzt das Motto "Regenbogen der Geschlechter - wertvoll sind wir alle!" auf charmante, kluge und gleichzeitig auffällige Weise in Szene.

Das neue CSD-Plakat zeigt keine Models, sondern vier gewöhnliche Menschen. Sie sind unterschiedlichen Alters und Geschlechts, haben eine unterschiedliche Hautfarbe. Ihre Oberkörper sind versteckt, sie tragen weiße Unterwäsche und symbolisieren so die Gleichheit aller Menschen, die von Sexualität und Geschlechtszugehörigkeit völlig unabhängig ist. Der Clou kommt weiter unten: Auf Höhe ihrer Genitalien formen die Testimonials mit ihren Händen Herzen in den Farben des Regenbogens.

Die Studentinnen der Münchner Designschule lenken das Interesse des Betrachters also auf die Sexualität, verdecken sie aber gleichzeitig mit den Regenbogen-Herzen. Die Botschaft ist klar: Auf Geschlecht und Sexualität wollen sie die Menschheit nicht reduzieren; an ihre Stelle tritt bunte Vielfalt, Solidarität, Akzeptanz und ein "herzliches " Miteinander. Denn: "Wertvoll sind wir alle".

"Das Plakat ist modern, direkt und klar. Wir sind davon überzeugt, dass es im Stadtraum sofort für Aufmerksamkeit sorgen wird und unsere Kernbotschaft schnell transportiert", sagt Rita Braaz, Pressesprecherin des CSD München.

Aufbrechen starrer Geschlechterrollen

Das CSD-Plakat wählen die Veranstaltenden des Munich Pride jedes Jahr erneut in Kooperation mit der Designschule München. Der Entwurf von Sarah Eschbach, Ines Korbacher und Tahereh Kazemizadeh wird auch das Titelbild des Veranstaltungsmagazins Pride Guide zieren.

Der CSD setzt sich ein für ein tolerantes Miteinander aller Menschen – sowohl in unserer Community als auch in Gesellschaft, Politik und in der medialen Öffentlichkeit. Der Münchner CSD 2014 hat sich zum Ziel gesetzt, starre Geschlechterrollen und -muster in Frage zu stellen, aufzuweichen und für die Sichtbarkeit und Akzeptanz vielfältiger Identitäten einzutreten.