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Die Erinnerung an die Schwulen im KZ

Das Forum Homosexualität stellt vor: das Buch zum Kampf ums Gedenken

Nach Jahren des Streits, nach langen Auseinandersetzungen stellte 1985 endlich auch die KZ-Gedenkstätte Dachau ein Mahnmal auf, um der von den Nazis verfolgten Lesben und Schwulen zu gedenken. Ein neues Buch zeichnet diesen Weg nach. Beim Infodienst im Sub ist es für sieben Euro zu haben.

"Totgeschlagen – totgeschwiegen" lautet der Text auf der Gedenktafel für die Rosa-Winkel-
Häftlinge. Es war der Wunsch der Münchner Schwulengruppen, dass diese Tafel aus rosa Marmor 1985 im Museum der KZ-Gedenkstätte Dachau aufgestellt würde, um einen Hinweis auf die Verfolgung von Homosexuellen zu geben.

Es folgte ein zäher Kampf gegen alte Vorurteile, die unter den Überlebenden des KZ, aber auch unter den
Politikern noch lange lebendig waren. Nach zehn langen Jahren war endlich das Ziel erreicht, die
schwulen Opfer des Konzentrationslagers waren hinsichtlich des Gedenkens auf Augenhöhe mit ihren Leidensgenossen angekommen, die von den etablierten Opferverbänden vertreten werden.

Alle Hintergründe zum Kampf um den Gedenkstein

Die Auseinandersetzung um die lange Zeit verfemte Opfergruppe der Homosexuellen begann vor 30 Jahren. Aus diesem Anlass beleuchtet dieses Buch die Hintergründe der Verfolgung ebenso wie das Ringen um ein angemessenes Gedenken.