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In memoriam Gustl Angstmann

Aus dem Leben eines großen Münchner Schwulenaktivisten

Angstmann ist einer der Mitbegründer der Münchner Schwulenbewegung. Seit den frühen 70er Jahren war er Mitinitiator verschiedener Emanzipationsgruppen wie etwa der HAM (Homosexuelle Aktion München), der Schwusos, der HuK (Homosexuelle und Kirche), der Rosa Liste und der AIDS-Hilfe. Das Forum Homosexualität stellt ihn und sein Werk aus Anlass seines 20. Todestages vor. Sonntag, 14. Januar, 19.30 Uhr.

Gustl Angstmann war einer der ersten offen schwul schreibenden Autoren Bayerns. Erstlingswerk war die Kurzgeschichtensammlung "Ein ganz normaler Mann" (1982) über das schwule Leben in München. Ihr folgten die mehr oder weniger autobiografisch geprägten Werke "Der Stotterer“ (1983), "Herz-Schläge" (1987), "Novizen" (1994) und "Bei Liebe Mord" (1997). Angstmann kommentierte das landes- oder kommunalpolitische Geschehen in der "Südwind"-Kolumne "Der Grantler" stets als Mentor der Schwachen aus einer stark obrigkeitskritischen Position.

Raus aus der Klappen

Zitat aus der Grantler-Kolumne: "Zeid weard´s, daß mia Dickn und Oidn und Krankn und Unauffällign uns rauß aus den Klappen draun. Mia sann grod die Mehrheit. Wea soggd, daß mia ned schee san?" Das Forum Homosexualität München verwahrt den literarischen Nachlaß von Gustl Angstmann. In Anerkennung an sein Engagement trägt das Archiv seinen Namen.