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Jenseits der Schärfe

Das Sub startet mit Justine Wodkte in die Ausstellungssaison

Ihre Bilder sind unscharf, aber klar in ihrer Botschaft. Als erste Künstlerin stellt ab Sonntag, 9. November, die Fotografin Justine Wodkte im Rahmen der startenden Ausstellungssaison ihre Werke aus. "Jenseits der Schärfe" irritiert. Mit der Zeit gewöhnt sich das Auge aber an das Gebotene und beginnt, das Gesehene auf seine eigene Weise zu deuten.

Mit ihren Impressionen löst die Künstlerin Sehgewohnheiten, Farben und Formen auf. Betrachterin und Betrachter konzentrieren sich auf das Wesentliche des Bildes: ihr eigenes Ich. Darin liegt das Geheimnis von "Jenseits der Schärfe" von Justine Wodkte. Denn schaffen wir nicht ohnehin jeden Tag unsere eigene Welt nach unserer Vorstellung?

"Die vermeintlich objektive Betrachtungsweise wird zugunsten einer bewußt subjektiven und somit emotionaleren Wahrnehmung ersetzt, da das fotografierte Objekt erst seitens der Betrachtenden anhand der reduzierten und somit verfälschten Bildinformationen wieder entstehen muss, sagt die Künstlerin selbst. "Dieser Prozeß ist eine aktive Interaktion zwischen dem Interpreten und der Fotografie."

Ausstellungseröffnung am 9. November um 19.30 Uhr. Die Bilder von Justine Wodkte sind bis zum 27. November in der Müllerstraße 14 zu sehen.