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"Endlich den Mut..."

Lutz van Dijk liest im Sub

Der Autor erzählt die Geschichte von Stefan Kosinski (1925-2003), der 1942 wegen eines Liebesbriefes an einen jungen deutschen Soldaten im besetzten Polen zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Lutz van Dijks Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Kapstadt und ist zwei Mal im Jahr zu Lesereisen in Europa, so am Sonntag, 7. Juni, im Sub. Beginn: 19.30 Uhr.

Den Zweiten Weltkrieg, die Jahre der Folter, Gefangenschaft und Erniedrigung bis Mai 1945, überlebt der junge Pole Kosinski nur knapp. 45 Jahre später begegnet er Lutz van Dijk und verfasst mit ihm zusammen das Jugendbuch "Verdammt starke Liebe" (1991). Nun ist im Querverlag "Endlich den Mut..." erschienen mit Briefen von Stefan Kosinski, die ein bewegendes Zeugnis der Bewusstwerdung eines verfolgten Homosexuellen ablegen.

Lutz van Dijk wurde 1955 in Berlin geboren. Der deutsch-niederländische Schriftsteller war Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam. Er setzt sich seit jeher für Menschen ein, die anders sind als die anderen. Und er schreibt über sie.

2003 erhielt er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen den Rosa Courage Preis von Gay in May, Osnabrück. Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro. Eine Veranstaltung des Forums Homosexualität und Geschichte München.