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Männerakademie: Queere Männer braucht das Land

Der Soziologe Muriel Aichberger räumt mit Mythen auf

Aus dem Schimpfwort queer, das wir mit "perverse Sau" übersetzen müssen, damit die Drastik klar wird, wurde durch Aneignung ein Kampfbegriff. Queer bedeutet, Normen in Frage zu stellen und konsequent auch Abweichendes und Anderssein mitzudenken. "Not gay as in happy, but queer as in fuck you." Der Vortrag des Soziologen Muriel Aichberger widmet sich dem Spannungsfeld von Queer und Männlichkeit. Dienstag, 12. Dezember, 19.30 Uhr im Sub.

Aichberger analysiert Männlichkeiten theoretisch und wirft Schlaglichter auf Alternativen, wie wir sie aus queeren Bewegungen kennen. Tunten, hypermännliche Lederkerle und Trans*männer, Bären, radical faeries oder queere Punks - Männlichkeit hat viele Gesichter und wir schauen sie uns an.

Burn-out, Krebsvorsorge, Homophobie, Ängste, Sex und Gewalt. Männer sind eigen – jedenfalls, wenn es um ihr Wohlbefinden geht! Und deshalb widmet ihnen das Münchner Schwulenzentrum eine eigene Akademie. Semester für Semester laden wir zu Vortragsreihen und Workshops, die sich den unterschiedlichsten Aspekten des Themas Männergesundheit annehmen.

Männer leiden anders

"Wir haben die Männerakademie gegründet, weil Männer spezifische Gesundheitsthemen haben, denen sie sich viel zu wenig widmen. Wir wollen sie dafür sensibilisieren, die Relevanz der einzelnen Gebiete für sich zu hinterfragen", sagt Christopher Knoll, Leiter der Sub-Beratungsstelle für schwule Männer. Knoll hat die Männerakademie zusammen mit Kai Kundrath, damals Leiter der HIV-Prävention im Sub und heute Geschäftsführer, schon 2013 ins Leben gerufen. Mehr hier.