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Sex und Drogen: Die Männerakademie im November

Drogen beim Sex geben den Kick. Nicht alle Männer können damit umgehen. Vortrag der Suchttherapeutin Anne Iking im Sub

Andropause, Drogen, Krisen, Ängste, Körperbilder. Männer sind eigen – jedenfalls, wenn es um ihre Gesundheit geht! Im Rahmen der Männerakademie widmen wir uns am Dienstag, 6. November, ab 19.30 Uhr dem Thema Chemsex.

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und zum Sex psychoaktive Substanzen einnehmen, beschäftigen Suchtfachleute seit Jahren. Was tun, wenn Konsum und soziales Leben, Beruf oder Gesundheit außer Kontrolle geraten? „Diskutiert wird das Thema seit einigen Jahren vor allem in deutschen Großstädten“, sagt Anne Iking. Die Sucht- und Gestalttherapeutin aus Hürth kommt am Dienstag, 6. November, um 19.30 Uhr eigens nach München, um im Sub in der Müllerstraße 14 ihre Erfahrungen weiterzugeben. Sie stellt das Behandlungskonzept für MSM mit so genanntem Chemsex-Konsummuster der Salus-Klinik in Hürth vor, wo sie arbeitet.

MSM, die beim Sex Substanzen nutzen, sind eine kleine Gruppe im Vergleich zur Gesamtmenge abhängig Erkrankter. Aber sie wächst. Iking beobachtet eine „zunehmende Entwicklung von problematischem bis abhängigen Konsum insbesondere von Methamphetamin“ mit den daraus resultierenden negativen Folgen – seien sie physischer, psychischer oder sozialer Natur. Dahinter steckt oft internalisierte Homonegativität, sprich: Die Männer lehnen sich ihrer sexuellen Orientierung wegen selbst ab! Spezifische Behandlungsangebote für sie braucht es daher unbedingt.

Selbsthilfegruppe und Beratung für Drogennutzer

Das Sub hat deshalb schon länger eine spezielle Selbsthilfegruppe zu Chemsex im Programm, seit Neustem gibt es außerdem eine individuelle Beratung dazu. Das  Angebot im Sub ist kostenlos und anonym. 2019 soll dafür sogar eine eigene Stelle entstehen; ein entsprechender Antrag liegt dem Bezirk Oberbayern vor.