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PRIDE WEEK Leben hinter Masken!

Filmscreening und Debatte über Regenbogenfamilien in der Ukraine und in Deutschland

Die Kyiwer Filmemacherinnen Liudmila Kyrylenko und Vera Yakovenko zeigen im Rahmen der Pride Week im Münchner Schwulenzentrum Sub drei ihrer Werke. Sie sind selbst eine Regenbogenfamilie und müssen sich verstecken. Wir vergleichen München. Mit LesMamas. Mittwoch, 6. Juli, 19.30 Uhr im Sub.

Liudmila Kyrylenko und Vera Yakovenko, Filmemacherinnen aus Kyiw, haben einen Sohn, der mit einer Autismus-Spektrum-Störung aufgewachsen ist. Als Regenbogenfamilie können sie in der Ukraine kaum öffentlich auftreten. Die Homophobie im Land artet immer öfter in offenem Hass aus. Deshalb werden die beiden wie viele andere lesbische Mütter wie Alleinerziehende behandelt. Ihre eigene Situation ist Ausgangspunkt für drei ihrer Dokumentarfilme, die weit über die persönlichen Befindlichkeiten hinausgehen. Sie zeigen wir am Mittwoch, 6. Juli, um 19.30 Uhr im Sub, Müllerstraße 14. Respekt für die Unterschiedlichkeit von Menschen und deren Lebensformen ist ein Grundmotiv in ihren Werken.

Wir präsentieren "The one I trust", "Rainbow families. Life under masks" und "Heart connected". In Auftrag gegeben hat die Filme die ukrainische LSBTI-Organisation LIGA aus Mykolajiw. An der anschließenden Podiumsdiskussion über Regenbogenfamilien in Deutschland und der Ukraine nehmen teil: Liudmila Kyrylenko und Vera Yakovenko, ihr Sohn Vladyslav, Anastasiia Kyrychenko von LIGA und Barbara Stenzel von LesMamas e. V. – lesbische Frauen mit Kindern und Kinderwunsch. Moderation: Katharina Mutz, Bayerischer Rundfunk. Eine Veranstaltung von CSD München, LIGA, LesMamas, Sub, Munich Kiev Queer. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Stadt München.

Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos!

Die Diskussion ist Teil der CSD-PrideWeek vom 2. bis 10. Juli, in der die Münchner LSBTI-Community eine ganze Woche lang auf ihre Anliegen aufmerksam macht. Zum Motto hat der Münchner CSD den Satz "Vielfalt verdient Respekt. Grenzenlos!" gemacht. Als Partner-Pride des Münchner CSD bringt sich der KyivPride jedes Jahr aufs Neue ins Programm ein. Organisiert werden die Veranstaltungen in Kooperation mit der Kontaktgruppe Munich Kiev Queer, die seit 2012 die Szenepartnerschaft zwischen der Münchner und der Kyiwer LSBTI-Community koordiniert.