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Welt-Aids-Tag: Menschenrechte und Kriminalisierung von Menschen mit HIV

Neue Erkenntnisse in einer alten Debatte?

Seit dem Ausbruch der AIDS-Krise in den 80er Jahren ist die Kriminalisierung von Menschen mit HIV ein Thema. Viele fragen sich: Wer ist verantwortlich für den Schutz vor dem Virus und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten? Wir debattieren. Mittwoch, 6. Dezember, 19.30 Uhr im Sub. Eintritt frei.

Eines ist klar: Kriminalisierung und Stigmatisierung einer HIV-Infektion stehen einer effektiven Prävention eher im Weg, als sie zu ermöglichen. Häufig führen nämlich unzureichende Kenntnisse der wissenschaftlichen Fakten zu Fehlurteilen, was nicht nur für den Rechtsstaat nachteilig ist, sondern auch den weltweiten Kampf gegen HIV/AIDS behindert. Warum? Weil die Kriminalisierung von Menschen mit HIV/AIDS negative Auswirkungen auf die Bereitschaft hat, sich testen zu lassen. Und das zieht letztlich Kreise.

Neue Präventionsmethoden werfen Fragen auf

Wir fragen uns: Wie verändert der "Schutz durch Therapie" den Diskurs um HIV, Stigma und Strafrecht? Wenn wir Artikel 7 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ernst nehmen: Was heißt das dann für Menschen mit HIV, für das Thema Diskriminierung und den Umgang mit HIV? Fragen über Fragen. Infoabend mit Diskussion. Unser Gast im Sub: Rechtsanwalt Jacob Hösl.