Sprachen / Languages

Männer im Dunkeln!

Robert C. Rore stellt im Sub seine Nachtstücke vor

Das Nächtliche und seine vielfältigen Stimmungen übt auf Maler seit dem frühen 16. Jahrhundert tiefe Faszination aus. In der Bilderreihe "Nachtstücke" setzt sich auch der Münchner Maler Robert C. Rore mit der Dunkelheit auseinander - und zwar in einem erotischen Kontext. Montag, 6. August, 19 Uhr. In Kooperation mit der Kunstbehandlung.

Der Szenemaler schlägt ein neues Kapitel in der Darstellung der Nacht auf. Seine Radierungen bilden keinen Zyklus, erzählen keine folgerichtige Geschichte. Das erzählerische Moment steckt im einzelnen Bild. Der Maler deutet eine Handlung an, die bewusst uneindeutig bleibt. So bezieht Robert C. Rore den Betrachter und dessen Phantasie ein. Ihm bleibt es überlassen, die Andeutungen zu Ende zu denken.

Durch diesen Kunstgriff gelingt es dem Künstler, die Neugierde zu wecken und wach zu halten. Es knistert vor Erotik, aber der sexuelle Akt selbst - wenn er denn geschehen wird oder bereits vorüber ist - passiert im Verborgenen.

Stramme Schenkel und Waschbrettbauch

Rore offenbart ganz unverhohlen sein Männerideal: knackige Kerle mit starken Oberarmen, ausgeprägte Brustmuskeln, Waschbrettbauch und stramme Oberschenkeln. Er hat nie ein Geheimnis daraus gemacht; diese Typen gefallen ihm. Wir zeigen zehn Arbeiten der Serie Nachtstücke, alles (Aquatinta-) Radierungen, sowie zwei weitere, mehrfarbige Drucke. Zur Vernissage ist der Künstler anwesend.