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Ausstellung "Just Me and Allah"

Queere Muslime suchen nach ihrer religiösen Heimat

Brandaktuell und kontrovers: Das Sub zeigt Bilder der Fotografin Samra Habib. Sie stellt im Münchner Schwulenzentrum Portraits queerer Muslima und Muslime aus. Am Sonntag, 8. März, geht's ab 19 Uhr los.

Die in Pakistan geborene und heute in Toronto lebende Fotografin veröffentlichte ihre Bilder anfangs auf einem Foto-Blog. Im Sommer 2014 hat sie sie dann erstmals auf dem World Pride in Toronto präsentiert; die Fotografien stießen schnell auf großes Interesse.

So unterschiedlich die Menschen hinter den Portraits sind, sie alle eint der Mut, sich offen zu zeigen. Denn "der Mainstream-Islam heißt LGBTI nicht immer willkommen", sagt Samra Habib. "Dennoch sind die Traditionen für viele queere Muslime wichtig, bieten sie doch Geborgenheit und ein Gefühl von Zugehörigkeit."

Dali ist eines der Models. "Wir waren immer hier", sagt sie. "Nur die Welt ist noch nicht bereit für uns." Wie so viele queere Muslime hat sie ihren eigenen spirituellen Weg gefunden. "Ich beobachte, dass sie alle ihren Frieden gemacht haben mit dem Islam", so die Künstlerin. Sie interpretierten die Religion so, wie sie ihnen gut tut.

Der eigene Weg zur Religion

Samra Habib liebt die Protagonisten ihrer Ausstellung, die sie mit einer Canon Rebel aufgenommen hat. Sie spricht viel mit ihnen, bevor sie sie ablichtet. "Vertrauen muss entstehen, dann offenbaren sie sich." Sie gehen ihren eigenen, einen mutigen Weg; die Künstlerin hat sich davon inspirieren lassen.

Die Bilder hängen vom 8. bis zum 26. März im Sub in der Müllerstraße 14. Mehr Infos zur Ausstellung gibt ein Film.