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30 Jahre Sub - Rede von Christopher Knoll

30 Jahre Sub - das heißt, dass man mittlerweile schon ein ordentliches Gedächtnis mitbringen muss, wenn man dessen Geschichte skizzieren will. Und nein, ich war nicht die ganzen 30 Jahre lang dabei, das hat glaube ich niemand geschafft oder ausgehalten. Aber mit 27 Jahren konstanter Mitarbeit – als ehrenamtlicher Berater, als Vorstand und als hauptamtlicher Mitarbeiter – überblicke ich doch einen großen Teil der Entwicklung des Sub, beziehungsweise des Schwulen Kommunikations- und Kulturzentrums Sub e.V., dessen 30-jähriges wir heute feiern.

Am 4. September 1986 wurde der Verein, damals und noch lange SchwuKK abgekürzt, von Vertretern verschiedener schwuler Gruppen im Selbsthilfezentrum in der Bayerstraße gegründet. Die Münchner Bewegungsszene bestand damals aus den Gruppen VSG, HuK, Halt, Rosa Freizeit und MLC. Die Idee zu einem schwulen Zentrum entstand in der HALT, der Homosexuellen Alternative, und wurde von Mitgliedern aller anderen Gruppen unterstützt, so dass der SchwuKK e.V. – wie der Verein sich dann abkürzte - als Kind der gesamten Münchner Schwulenbewegung gesehen werden kann. Das Sub sollte täglich geöffnet sein und ein niederschwelliges Café anbieten, auch als Alternative zu den bestehenden Szenelokalen. Es sollte Informationen sammeln und weitergeben, und Kultur sollte ein Schwerpunkt sein. Die Grunddefinition des heutigen Subs war geboren, noch bevor es überhaupt den ersten Laden gab.

Erstes Café Szenerand

Das erste Cafe war das "Café Szenerand", sprichwörtlich am Rand der Szene in der Auenstraße Ecke Kapuzinerstraße. Es war das Verleihcafé des Münchner Selbsthilfezentrums, das der SchwuKK e.V. erst dienstags, nach einiger Zeit zudem noch freitags zur Verfügung hatte und in dem sich die schwulen Männer trafen. Weiter