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Solidarität mit Flüchtlingen

Münchner Schwulenzentrum fordert eine humane Asylpolitik

Wochenlang haben auf dem Münchner Rindermarkt etliche Menschen auf die schlimmen Zustände in Bayerns Flüchtlingslagern aufmerksam gemacht. Dabei sind sie, im Hunger- und Durststreik, fast zu Tode gekommen. Das Sub fordert: mehr Menschenwürde für Bayerns Flüchtlinge. Vorstand und Geschäftsführung haben eine entsprechende Stellungnahme dazu abgegeben.
Kein Mensch ist illegal - auch wenn Bayerns Regierung das gerne so hätte.

"Das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München, Sub e.V., hat seit drei Jahren durch seine psychosoziale Beratungsarbeit sowie interkulturelle Gruppen und Veranstaltungen Kontakt zu Flüchtlingen, die durch Verfolgung aufgrund ihrer gleichgeschlechtlichen Identität aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Dadurch wurden wir über die teilweise extrem LGBT-feindliche Situation in den Heimatländern informiert -aber auch über die allgemeine Lage von Flüchtlingen in Deutschland und Bayern.

Vielfach waren wir entsetzt und empört über die Lebensbedingungen, unter denen Flüchtlinge in Bayern jahrelang in Unterkünften zwangsweise leben müssen (Arbeitsverbot, keine Deutschkurse, Essenspakete schlechter Qualität, Verbot, den Regierungsbezirk zu verlassen, verfallene/verwahrloste Gebäude, finanzielle Unterversorgung weit jenseits von Hartz IV) sowie über nicht nachvollziehbare Entscheidungen in Asylverfahren.

Menschenwürde achten!

Die gleichen politisch Verantwortlichen, die sich am Rindermarkt als Lebensretter gegen den Hungerstreik inszenierten, müssen sich auf der anderen Seite den Vorwurf gefallen lassen, durch ihre politischen Entscheidungen für jene menschenunwürdigen Lebensbedingungen verantwortlich zu sein, die die verzweifelte Aktion auf dem Rindermarkt erst verursacht haben.

Deshalb erklärt sich der Sub e.V. solidarisch mit den Forderungen der Flüchtlinge vom Rindermarkt und fordert eine grundsätzliche Verbesserung der bayerischen und deutschen Asylpolitik, die mit dem 1. Grundgesetzartikel zum Schutz der Menschenwürde endlich wieder übereinstimmt."

Vorstand und Geschäftsführer Sub e.V.