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NEUES VIDEO Gestatten, S.A.M!

Zum Start des Heimtests in Bayern präsentieren wir eine Videokampagne

In vier Schritten zeigt S’AG-Mann Manuel Dünfründt, wie man sich von zu Hause aus selbst auf HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen testet, englisch abgekürzt STI. Alles ganz einfach, oder?

Erstmal anmelden. Dazu reicht ein Besuch auf https://samtest.de, man(n) registriert sich, dann kommt per SMS eine Einladung zum Erstgespräch mit Beratung. Dort gibt es das erste Testkit. Zuhause macht man Abstriche, gibt eine Urin- und Blutprobe, schickt das Ganze ins Labor, kriegt schließlich die Ergebnisse wieder per Kurznachricht. So funktioniert - ganz kurz - SAM.

"SAM, das ist nicht irgendein amerikanischer Sexbuddy", sagt Manuel Dünfründt und lacht. Manuel ist Mitglied der Safety-Aktionsgruppe S’AG von Sub und Münchner Aids-Hilfe, und er macht HIV-Prävention im Ehrenamt. Die Truppe hat Spaß bei der Arbeit, Manuel insbesondere. SAM ist der neue STI-Heimtest. "Klingt unsexy, ist aber umso wichtiger und deutlich unkomplizierter als so manches Sexdate", erklärt Manuel mit einem Grinsen. Unser neuer, charmanter Vlog-Star stellt in den kommenden Wochen im Netz SAM vor und erlebt auf seiner ganz persönlichen SAM-Experience-Reise eine Menge Abenteuer. Vier Filme gehen on air. Produziert hat sie Manuel selbst, die Musik dazu hat Stanislav Mishchenko komponiert. VIDEO I   VIDEO II   VIDEO III  VIDEO IV

Gewendet, nicht geschüttelt

Abenteuer? Da wäre schonmal das Beratungsgespräch. Als ihn Jan Geiger, Leiter des Projekts Prävention im Sub, in sein Büro bittet und fragt, wie viele Sexualpartner er in den vergangenen Monaten hatte, muss Manuel sich das Lachen verkneifen. Wer will das denn wissen? Na ja, hier geht es eben um die korrekte Risikoeinschätzung! Jan führt auch kurz vor, wie das mit dem Rachenabstrich läuft. "Ich fand das Würggeräusch lustig", sagt Manuel. Oder das Testkit: Als er das im Sub nach der Beratung in Händen hält, stellt Manuel fest: "Sehr viel Plastik, ich weiß nicht, ob ich das gut finde, muss aber vielleicht sein."

Dann die vier Tests, die zu machen sind: Abstriche, Urin- und Blutprobe, um herauszufinden, ob man mit HIV, Syphilis, Chlamydien oder Gonokokken infiziert ist. Eine Menge zu tun. "Mir in den Finger zu piksen, hat am meisten Überwindung gekostet", erklärt Manuel im Video, sticht dann aber beherzt zu. "Nicht schütteln, nur fünfmal wenden." Urinprobe und Abstriche sind natürlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. "Ich bin etwas pee-shy", sagt Manuel, der verschmitzt lächelt. "Wenn mir jemand zuschaut, geht gar nichts." Also ab ins Badezimmer. Dann werden die Tests verpackt und verschickt.

Nach einer knappen Woche kommt das Ergebnis per SMS: "Negativ. Yippie, ich freue mich", sagt Manuel, der tatsächlich etwas aufgeregt war: "Immerhin meldet sich SAM, im Gegensatz zu anderen Männern." Wäre das Ergebnis positiv gewesen, hätte SAM Manuel per SMS aufgefordert, mal kurz im Sub anzurufen. Denn dann muss man schauen, was wie zu behandeln ist. Gegebenenfalls hätten sie ihn im Münchner Schwulenzentrum an einen Arzt verwiesen. Das ist es schon! Das nächste Testkit kommt – wie man mag – in drei, sechs oder zwölf Monaten.

SAM ist einfach praktisch

Das Ganze ist im Moment noch ein Pilotprojekt. In Deutschland sind nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts derzeit über 80.000 Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Wer sich rechtzeitig behandeln lässt, lebt lange und gut. Allerdings wissen in Deutschland viele Menschen gar nicht, dass sie das Virus in sich tragen. Bei um die 13.000 Betroffenen liegen die Schätzungen. Das kann gefährlich sein! Deshalb rufen in München Aids-Hilfe und Sub regelmäßig zu Testaktionen auf, sie machen dazu immer wieder niedrigschwellige Angebote wie den HIV-/STI-Test im Sub freitagabends zur Ausgehzeit oder den Test in der Sauna der Deutschen Eiche. Außerdem beraten beide Einrichtungen sehr oft über die Prä-Expositionsprophylaxe PrEP, die berühmte Pille davor. S.A.M ergänzt das Portfolio jetzt.

Die Münchner Aids-Hilfe hat mit der Deutschen AIDS-Hilfe, ViiV Healthcare und Labor Lademannbogen in Hamburg das Heimtestsystem für den deutschen Markt entwickelt, das in Großbritannien seit vier Jahren erfolgreich im Einsatz ist. S.A.M – Mein Heimtest hat große Vorteile insbesondere für Menschen in ländlichen Regionen und für Leute, die ein gewisses Bedürfnis nach Diskretion haben. Zu letzteren gehört Manuel zwar nicht, er findet SAM aber praktisch. "Man muss keinen Arzttermin machen, der Test passt immer in den Zeitplan und man kann das Date mit SAM nicht so einfach vor sich herschieben." Manuel zwinkert. "Eine gute Erfahrung zu einem guten Preis." Das erste Kit kostet 32 Euro, jedes folgende dann nur noch 29 Euro. Mehr Infos unter www.samtest.de