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Doku-Drama: "Schlachter-Tango"

Auf den Spuren des Schwulen Ludwig Meyers

In Michael Grunerts Theaterstück "Schlachter-Tango" sucht das Theaterlabor Bielefeld nach Spuren von Ludwig Meyer. Meyer war Jude und homosexuell. 1936 wurde er deswegen von der Gestapo verhaftet. Sein Leben zeigen wir am 9. November um 19.30 Uhr im Sub.

Ludwig Meyer stammte aus Bielefeld und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Hamburg. Als die Hamburger Lokalpresse im April 1975 meldete: "Wieder ein Mord auf St. Pauli: Rentner erschlagen", wurde so das gewaltsam herbei geführte Ende eines Lebens bezeugt, das von Diskriminierung und Verfolgung gekennzeichnet war.

Buchenwald und Auschwitz hat Meyer überlebt. Nach dem Krieg musste er um die Anerkennung seiner Verfolgung als Jude kämpfen. In den 50er Jahren gelang es ihm, noch vor Aufhebung des Paragraphen 175 am Rande der Legalität das erste Schwulenlokal in Hannover zu eröffnen.

Die Würde eines verfolgten Menschen

Vor unseren Augen zeichnet Regisseur Michael Grunert das Bild eines Mannes, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt. Eine Veranstaltung des Forums Homosexualität und Geschichte in den Räumen des Schwulenzentrums Sub.