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Reise ins Tibet der Frauen

Elke Amberg und ihre Lebensgefährtin haben in ihrem Sabbatjahr das Dach der Welt besucht

Gebetsfahnen und Butterlampen, alte Mönche und weiße Schneegipfel – Tibet ist ein Fixpunkt westlicher Wunschfantasien. Doch was haben unsere Vorstellungen und Wünsche mit der Lebensrealität dieses Landes auf dem Dach der Welt zu tun? Elke Amberg und ihre Lebensgefährtin waren in ihrem Sabbatjahr zehn Monate auf Weltreise mit Tibet als Höhepunkt. Ein Vortrag, Freitag, 8. April, 19.30 Uhr im Sub.

Ihre Rucksackreise zu Fuß und mit Jeep, mit Yaks und verordneter Reiseleiterin führte die beiden Frauen über 5000 Meter hohe Pässe von der Hauptstadt Lhasa über den See Namtso zum Mount-Everest-Basecamp und weit in den Westen zur Umrundung des heiligen Berges Kailash. Die lebendig erzählte Reisereportage im Buch "Berge, Bön und Buttertee. Reise ins Tibet der Frauen" ist eine der ersten, die das gemeinsame Reisen aus Sicht eines gleichgeschlechtlichen Paares beschreibt. Nicht plakativ und marktschreierisch, sondern subtil im ganz normalen Reisealltag.

Besonders ist allerdings die Perspektive auf die verschiedenen Frauen/Geschlechter-Aspekte Tibets: Wir lernen das unbekannte und archaische Tibet kennen mit dem Mount Everest als Göttin Qomolangma, die vorbuddhistische Bön-Religion mit ihren See- und Berggöttinnen, die ehemals matriarchale Brüderehe und den heiligen Berg Kailash mit der buddhistischen Göttin Tara als Wächterin. Die Veranstaltung im Sub präsentiert der Gay Outdoor Club. Der Eintritt beläuft sich auf neun Euro.