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Münchner Vätertage 2015

Papas in Regenbogenfamilien

Die Münchner Vätertage starten in diesem Jahr am Sonntag, 15. März. Offiziell zu Ende gehen sie am Samstag, 21. März, mit einem Fest. Ein Fachtag widmet sich am Freitag, 20. März, der Situation in den Regenbogenfamilien von schwulen sowie lesbischen Partner*innen und ihren Kindern.

Auch schwule Männer wollen Väter werden. Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, nehmen die Regenbogenväter am Regenbogenfamilienfachtag teil, der am 20. März im Rahmen der Vätertage München stattfindet.

"Schwule bringen ein modernes Bild von Vaterschaft in die Diskussion", meint Christian Lohwasser, Sprecher der Regenbogenväter. Außerdem wollen sie dort den Wunsch nach mehr Beratungsstellen formulieren und mit lokalen Politikerinnen und Politikern sowie Experten und Expertinnen ins Gespräch kommen. Wer beim Fachtag dabei sein möchte oder sich für die "Regenbogenväter" interessiert, kann Informationen per Mail einholen oder über die Facebook-Gruppe "Regenbogenväter" Kontakt aufnehmen. Der Regenbogenfamilienfachtag findet statt in der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung, Herzog-Wilhelm-Str. 24, und zwar ab 10 Uhr. Das detaillierte Programm steht hier.

Von 19.30 Uhr bis 21.00 Uhr findet im Sub am Freitag, 20. März, ein Erfahrungsaustausch zum Thema "Regenbogenfamilien und Politik" statt. Es geht um einen Erfahrungsaustausch mit Ansprechpartner*innen von Regenbogenfamilien im Umgang mit Alltagserlebnissen. Diskutiert mit uns außerdem, wie weit die Planungen zur Regenbogenfamilien-Beratung in München gediehen sind. Unter Berücksichtigung der Forschungsergebnisse und Erkenntnisse aus den bereits vorhandenen LGBT-Zentren treiben die Initiatoren derzeit die Idee voran, auch in unserer Stadt ein eigenes Beratungszentrum für Betroffene und Interessierte zu etablieren. Die Moderation hat Stephanie Gerlach inne, Autorin zahlreicher Bücher zu "Regenbogenfamilien".

In diesem Jahr feiern die "Regenbogenväter" ihr fünfjähriges Bestehen, und mittlerweile umfasst die Liste der Interessierten rund fünfzig Männer. Sie alle eint der Wunsch nach einem Kind. In der Gruppe geht es darum, mögliche Wege dahin zu erörtern.  "Wer ein Regenbogen-Familienkonzept im Sinn hat, muss vieles bedenken", sagt Lohwasser. Auch wenn es in den vergangenen Jahren "leichte Verbesserungen" der Situation für Regenbogenfamilien gab: Gerade für Väter ist es schwer, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Einerseits sind Möglichkeiten wie Adoption oder Leihmutterschaft in Deutschland verboten, andere, wie Samenspenden, bedürfen durchdachter Absprachen beispielsweise mit möglichen Müttern.