Sprachen / Languages

Auf zur Demo nach Berlin!

Sub wehrt sich gegen Vorratsdatenspreicherung

Noch ne Demo: Am kommenden Samstag, 7. September, findet am Berliner Alexanderplatz ab 13 Uhr eine Demonstration gegen die Vorratsdatenspeicherung statt. Das Sub unterstützt den Aufruf zur Kundgebung. Denn das Münchner Schwulenzentrum will die Privatsphäre gerade schwuler Männer geschützt wissen!

Kommunikation hat für das Sub eine zentrale Bedeutung.  Bei der Vorratsdatenspeicherung protokolliert der Staat wer mit wem wann kommuniziert, ohne Anfangsverdacht oder konkrete Begründung. Die Behörden können damit ein recht präzises Profil jeden einzelnen Bürgers erstellen; anhand dieser Daten kann man unter anderem Rückschlüsse über die sexuelle Orientierung einer Person ziehen.

"Das ist natürlich ein sehr starker Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung der Bürger", sagt Sub-Vorstand Richard Myers.  "Die Folgen eines Missbrauchs können verheerend sein. Gerade unter schwulen Männern könnte diese Art der Überwachung eine abschreckende oder einschüchternde Wirkung haben. Missbrauch ist vorprogrammiert; unsere Geheimdienste geraten völlig außer Kontrolle."

Einen geschützten Raum bieten

Das Sub will in der Münchner Szene einen Raum für die offene, aber auch anonyme Kommunikation unter Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender zur Verfügung stellen können.  Dies müsse mittlerweile - dank moderner Kommunikationsmittel - über die eigentlichen Räume des Zentrums hinausgehen. Denn mit den Jahren haben das Internet und die soziale Netzwerke eine wichtige Rolle in der Kommunikation unter Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender eingenommen. "Deswegen setzen wir uns auch dort für eine offene, aber auch anonyme Kommunikation ein und lehnen die Vorratsdatenspeicherung ab."

Kommt alle zur Demo "Freiheit statt Angst". Ab 13 Uhr, Alexanderplatz.