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Der Homo-Talk: Zurück in den Schrank?

Die Homofeindlichkeit der neuen Rechtspopulist*innen

"Schwule und Lesben leisten doch keinen Beitrag zur Gesellschaft". Solche und andere weltfremde Sätze sind häufig im Umfeld rechtspopulistischer Parteien und Strömungen zu hören, wenn es um die Sichtbarkeit und Gleichberechtigung von LSBTI geht. Ein Abend zum Einmischen, Aufstehen und Mundaufmachen. Dienstag, 17. Juli, 19.30 Uhr.

Demonstrationen radikal-religiöser Gruppen, die Seite an Seite mit Rechtsextremen gegen Aufklärung an Schulen protestieren, schaffen es mit Unwahrheiten und offenen Lügen, die Politik zu beeinflussen. Homo- und transfeindliche Ausbrüche von Politiker*innen des rechten Randes offenbaren, wie weit die Gesellschaft noch von Akzeptanz und Respekt gesellschaftlicher Vielfalt entfernt ist. Erfolge des Feminismus und der LSBTI-Emanzipationsbewegung geraten zusehend unter Druck.

Müssen wir uns bald wieder verstecken?

Wie groß ist die Gefahr eines gesellschaftlichen Rückfalls in die Zeit, als sich LSBTI besser nicht zu erkennen gaben? Woher kommt die Angst vor Vielfalt? Woher die Sehnsucht nach einem einfachen Welt-, Familien- und Menschenbild? Welche Methoden nutzen die homo- und transfeindlichen Gruppen und Parteien und welche Ziele verfolgen sie? Warum werden solche Parteien dennoch von LSBTI gewählt? Heißt es bald wieder: Zurück in den Schrank? Und hatten wir das nicht alles schon mal?

Der 100% MENSCH Talk über den Widerstand gegen Menschenfeindlichkeit und Geschichtsvergessenheit. Eine Diskussion über Demokratie und Instrumentalisierung, ein Abend zum Einmischen, Aufstehen und Mundaufmachen. Es sprechen unter anderem Werner Gaßner, Vielfalt statt Einfalt, Muriel Aichberger, LSBTI-Aktivist, Autor und Speaker, Zara Pfeiffer, Netzwerk Rassismus und diskriminierungsfreies Bayern, Paul Geißdörfer, Trans*Aktivist, München. Moderation: Holger Edmaier, 100% MENSCH. Eine Veranstaltung im Rahmen der Kunstausstellung We Are Part of Culture zum prägenden Beitrag von LSBTI an der gesellschaftlichen Entwicklung Europas. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Bundeszentrale für politische Bildung fördern die Ausstellung als Teil des Bundesprogramms "Demokratie leben!"