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Selbsthilfegruppe für Eltern homosexueller Kinder

In München treffen sich Mütter und Väter zum Austausch

Eine Gruppe für Eltern, die mit der sexuellen Orientierung ihrer Kinder nicht klarkommen, bieten die Lesbenberatung LeTRa und das Schwulenzentrum Sub seit Kurzem an. Väter und Mütter tauschen sich aus, geben sich gegenseitig Halt.

Haben wir etwas falsch gemacht? Was sagen die Leute? Wie sollen wir uns verhalten? Ist unser Kind krank? Eltern homosexueller Kinder sind oft verunsichert. Das ist kein Wunder, denn noch immer haben viele Menschen Vorbehalte gegenüber Lesben und Schwulen. Die Medien berichten darüber, die Nachbarn tratschen.

Einmal im Monat treffen wir uns, um uns auszutauschen. Andere Eltern in der gleichen Situation kennenzulernen, macht es allen Betroffenen leichter, mit der Situation umzugehen. Es gibt auch Kraft. In der Gruppe sprechen wir offen über unsere Ängste und Befürchtungen, aber auch darüber, wie wir unsere Kinder unterstützen können, selbstbewusst und gestärkt durchs Leben zu gehen.

Orientierung geben

"Wir wollen Eltern einen Raum bieten zum Austausch mit anderen Eltern", sagt Thomas Fraunholz. Der Sozialpädagoge ist im Sub als Berater tätig. Seine Kolleginnen Melina Meyer und Miriam Vath, beide Sozialpädagoginnen, sind bei LeTRa beschäftigt. Auch sie begleiten die Selbsthilfegruppe.

Die Teilnahme an den Abenden ist frei, Spenden sind freilich gerne gesehen. Anmeldung unter beratung@subonline.org und/oder info@letra.de.