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Das Aktionsbündnis Solidarität

Stoppt die Diskriminierung im Viertel

Mit dem Aktionsbündnis machen Münchens Schwule, Lesben und Transgender auf das Problem der wieder stärker um sich greifenden Diskriminierung im eigenen Viertel aufmerksam, die sich gegen sie richtet. Dem Zusammenschluss gehören neben dem Anti-Gewalt-Projekt der psychosozialen Beratungsstelle für schwule Männer im Sub zahlreiche Einrichtungen der Lesben-, Schwulen- und Transgender-Szene wie auch Parteien an. Szene und Öffentlichkeit will das Aktionsbündnis regelmäßig über schwulen-, lesben- und transfeindliche Handlungen informieren, Übergriffe dokumentieren.

München wehrt sich! Mit einem Aktionsbündnis, dem neben dem Anti-Gewalt-Projekt der psychosozialen Beratungsstelle für schwule Männer im Sub die Rosa Liste, Grüne, Schwusos, Die Linke, die Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, Diversity, die Münchner Aids-Hilfe, der Münchner Löwen Club, die Isarbiker, die Lesbenberatung LeTra, die Transgendervereine Transmann und Viva TS sowie die Philhomoniker angehören, kämpfen Münchens Schwule, Lesben und Transgender gegen Homo-und Transphobie. Szene und Öffentlichkeit wollen die Partner regelmäßig über schwulen-, lesben- und transfeindliche Handlungen informieren, Übergriffe dokumentieren.

Übergriffe nehmen zu

"In München erleben wir derzeit, dass im Kern der schwulen Szene, dem Glockenbachviertel, die Anzahl der verbalen und psychischen Übergriffe stark ansteigt", sagt Sub-Berater Christopher Knoll, der das Aktionsbündnis für das Anti-Gewalt-Projekt der Beratungsstelle im Sub initiiert hat. Das Anti-Gewalt-Projekt registriert seit 20 Jahren Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule, hilft den Opfern, die Folgen der Gewalt zu verarbeiten.

Das Aktionsbündnis will der bedauerlichen Tatsache Rechnung tragen, dass auch in Zeiten zunehmender Sichtbarkeit homo- und transsexueller Menschen in der Öffentlichkeit das Diskriminierungspotenzial der Gesellschaft steigt. 

Das Thema beschäftigt die Stadt München seit einiger Zeit. Trotzdem verschwindet die Problematik schleichend aus dem öffentlichen Bewusstsein. Das neue Aktionsbündnis will dem entgegen wirken.