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Die Münchner Szene zeigt Flagge

Auf zum Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie

Schwule, Lesben und Transgender berichten immer wieder von Übergriffen und Pöbeleien in ihrem eigenen Viertel. Das Glockenbachviertel ist längst nicht mehr so freundlich wie einst. Den Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie, auf Englisch IDAHIT abgekürzt, nutzt die Community jedes Jahr, um auf das Problem aufmerksam zu machen und für gleiche Rechte auf die Straße zu gehen.

In der Müllerstraße haben in den vergangenen Jahren immer neue Kneipen aufgemacht, die vor allem Heterosexuelle nutzen. Toleranz und Akzeptanz für die homosexuellen Gäste im Viertel lassen zu wünschen übrig. "Aufklärung tut not", findet deshalb Sub-Geschäftsführer Kai Kundrath. Und das nicht nur in München.

Das Klima in der Gesellschaft insgesamt hat sich verändert. Rechte Randgruppen wenden sich seit ein paar Jahren dezidiert auch wieder gegen sexuelle Minderheiten und ihre Gleichstellung. Der Themenschwerpunkt des Münchenr IDAHIT ist jedes Jahr ein anderer, im Kern aber geht es immer um die Forderung nach Akzeptanz und gegenseitigem Respekt, vor der eigenen Haustüre wie im ganzen Land.

Die ganze Münchner Community ist dabei!

Die Organisation des IDAHIT liegt traditionell bei der Safety-Aktionsgruppe S’AG, dem Präventionsteam von Aids-Hilfe und Sub. Zahlreiche Organisationen in der Stadt haben sich seit 2013 der Demonstration angeschlossen; solange gibt es sie schon. Das sind unter anderem die Queertreiber, TransMann und Diversity, Viva TS, LeTRa, das Aktionsbündnis Vielfalt statt Einfalt und die Trans*tagung sowie einzelne Flüchtlingsinitiativen.

Immer am 17. Mai, dem Tag, da die Weltgesundheitsorganisation einst Homosexualität von der Liste der Krankheiten strich, läuft die gesamte Szene Münchens von der Thalkirchner durch die Müllerstraße bis vors Sub. Zu Beginn gibt es einige Kundgebungen. Münchens Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle fordern Toleranz und Akzeptanz. Schließ dich an!