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Sexuelle Gesundheit hat viele Aspekte

Aufklärung auf allen Ebenen

Kennst Du Dich mit Syphilis aus? Weißt Du, was das Wort Gonorrhoe bedeutet? Wie schützt Du Dich am besten vor einer HIV-Infektion? Das Projekt Sexuelle Gesundheit liefert Antworten. Wir klären auf und setzen uns gegen die Stigmatisierung HIV-Positiver ein.

Das Projekt Sexuelle Gesundheit im Sub sorgt dafür, dass sich die schwule Szene Münchens generell stärker mit HIV und sexuell übertragbaren Infektionen (STI) beschäftigt - zumindest ist das unser Ziel. Neuinfektionen wollen wir verhindern, die Lebensqualität HIV-Positiver sicherstellen.

Das Projekt Sexuelle Gesundheit stellt jede Menge Informationsmaterial in der schwulen Szene bereit. Nur wer über die Risiken, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen Bescheid weiß, kann eigenverantwortlich Entscheidungen im Umgang mit seiner Sexualität treffen. Auch für ein Umdenken in Bezug auf die Stigmatisierung von HIV-Positiven sind solche Informationen wesentlich.

Wir stellen vor: die Safety Aktionsgruppe

Das Ehrenamt ist für die Vor-Ort-Arbeit, die unsere Aktivitäten auszeichnet, ein wichtiger Faktor. Persönlich präsent zu sein in der schwulen Szene, ansprechbar und kompetent, ist für eine Auseinandersetzung mit den Themen HIV und sexuell übertragbaren Infektionen unabdingbar.

Dafür engagiert sich unser Präventionsteam, die Safety-Aktionsgruppe S'AG. Sie sind in der Szene zu Hause, stehen für alle Fragen rund um HIV/STI und schwule Sexualität zur Verfügung, verweisen im Zweifel an weiterführende Stellen. Das Präventionsteam ist mobil und informiert in der Szene mit eigenen Aktionen über HIV/STI und macht Lust auf Safer Sex. Daneben arbeiten im Projekt Sexuelle Gesundheit etliche andere HelferInnen mit, die sich um unseren Auftritt in der Öffentlichkeit kümmern, so beim CSD, wenn es ums Webdesign oder um Foto-Shootings geht.

Gemeinsam sind wir stark

Mit den Münchner Szenewirten arbeitet das Projekt Prävention im Sub intensiv zusammen. Eigens dafür haben wir Präventionsvereinbarungen ausgearbeitet, sodass zum Beispiel überall dort Kondome und Gleitgel zur Verfügung stehen, wo Männer Sex mit Männern haben. 

Die Präventionsarbeit in der schwulen Szene Münchens gestaltet das Projekt Sexuelle Gesundheit in enger Abstimmung und Kooperation mit der Münchner Aids-Hilfe.

Der HIV-Test im Sub

Der HIV-Test, den wir einmal im Monat im Sub und viermal im Jahr in der Deutschen Eiche anbieten, ist als so genannte sekundärpräventive Maßnahme zur Früherkennung von Neuinfektionen ein entscheidender Beitrag für die HIV-Prävention. Bei einem eventuell positiven Testergebnis lässt sich so nämlich der bestmögliche Therapiebeginn bestimmen. Zu jedem Test gehört außerdem ein Beratungsgespräch, was einen nicht unwesentlichen Effekt auf den eigenverantwortlichen Umgang mit der eigenen Sexualität hat. Denn wenn der Betroffene realitätsnah seine Risiken abschätzen kann, eröffnet ihm die Beratung oft einen Weg, sein Verhalten zu verändern. Damit hat der HIV-Test auch einen wichtigen primärpräventiven Effekt.

Die PrEP-Beratung im Sub

PrEP – Kondom – Schutz durch Therapie sind drei Möglichkeiten Safer Sex zu haben. In der PrEP Beratung geht es nicht nur um die PrEP sondern darum, welche Strategie für dich die beste ist! Zwar nehmen alle unsere PrEP-Berater selbst die PrEP; sie wollen dich aber keineswegs überreden, sondern dir authentische und klare Informationen zu Safer Sex allgemein und PrEP im speziellen vermitteln.

PrEP (Prä-Expositionsprophylaxe) meint: Regelmäßig präventiv Medikamente einnehmen und sich schützen. Wir bieten dazu zweimal im Monat eine Beratung an.

Drogen beim Sex

Immer mehr Männer suchen den Kick beim Sex noch zusätzlich im Rausch. Cannabis, Nikotin, Alkohol, GHB/GBL, Crystal Meth, Kokain, Mephedron, Poppers - der Möglichkeiten gibt es unzählige. Triff Deine eigene Entscheidung, aber mach Dir auch klar, welche Risiken Du eingehst. Wir beraten mit unserer Clearing-Beratung und bieten die Möglichkeit sich in der Post-ChemSex-Gruppe auszutauschen.

Gruppe für HIV-Positive

Ist die Diagnose erstmal da, ändert sich manches. Wer sich Hilfe von anderen Betroffenen holen möchte, ist in der SubPlusGruppe richtig. Wir treffen uns zweimal im Monat, und verbringen in der Gruppe unsere Freizeit. Aller Anfang ist schwer, aber gemeinsam wird es leichter!